12.01.2017
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Die fünfte Jahreszeit kann beginnen

"Die Pisten sind in einem Top-Zustand, den Rennen steht nichts mehr im Wege“, gab Trinkl grünes Licht für die 77. Hahnenkammrennen.

Kitzbühel | Die Gamsstadt hat nicht vier, sondern fünf Jahreszeiten. Die Hahnenkammrennen, von Tourismus-Präsidentin Signe Reisch liebevoll als fünfte Jahreszeit betitelt, stehen vor der Tür. Ein erstes Anzeichen, dass der Skizirkus nach Kitzbühel kommt, sind nicht nur die Aufbauarbeiten des VIP-Zeltes und der Tribünenbau im Zielgelände, sondern auch der Besuch des FIS-Delegierten zur Schneekontrolle.

Huber: So entspannt wie selten zuvor

„So locker wie heute war ich schon lange nicht mehr bei der FIS-Schneekontrolle. Die letzten Jahre waren doch eher von Nervosität geprägt“, erzählt OK-Chef und K.S.C.-Präsident Michael Huber. Dabei waren es aber nicht die Schneefälle im Vorfeld der Streckenkon­trolle, sondern die gute Vorarbeit der Bergbahn AG Kitzbühel und ihrer Schneikommandos. Das Schneedepot am Hahnenkamm und natürlich die zahlreichen Schneeerzeuger entlang der Strecke mit dem 24-Stunden-Einsatz der Schneimeister, waren die Garanten für eine sehr gute Schneeauflage auf der Streif und am Ganslernhang.

Beleuchtung für den Hausberg

Mit der Schneekontrolle wurde auch bereits die Kurssetzung begutachtet und auch besprochen. Der Rennabbruch im Vorjahr hatte viele Diskussionen zur Folge und beim Kitzbüheler Ski Club entschloss man sich, Maßnahmen zu setzen, um das Risiko für die Athleten zu minimieren. „Wir werden am Hausberg eine Flutlichtanlage installieren. Diese kann man aber nicht mit der Beleuchtung eines Fußballstadions vergleichen. Wir wollen nach der Hausbergkante einfach den Boden ausleuchten, um die Sicht bei flachem Licht zu verbessern“, erklärt Rennleiter Axel Naglich.

Zudem wird der Kurs vor der Hausbergkante anders gesetzt, damit die Abfahrer mit geringerem Tempo zur Kante kommen. Eine weitere Maßnahme wird bei der Pistenmarkierung gesetzt. „Die blauen Striche werden sich im Rennverlauf nicht mehr verändern“, sagt Naglich.

Aber auch bei der Kurssetzung des Super-Gs wird mit einem Auge zur Abfahrt geschielt. „Wir werden darauf achten, dass wir uns bei der Kreuzung der beiden Kurse nicht selber Löcher in die Piste fahren“, erklärt Naglich.

Aufbau und Feinschliff für die Pisten

Aufgrund der Europacuprennen müssen die Pistenteams heuer mit der Präparierung um drei bis vier Tage früher fertig sein. Die Grundpräparierung ist durch den Einsatz der Bergbahn AG Kitzbühel bereits abgeschlossen, nun geht es an den Feinschliff. Komprimieren heißt das Zauberwort. Und während die Piste rennfertig gemacht wird, werden auch die Sicherheitszäune aufgestellt und der Zielraum aufgebaut.

Das erste Training auf der Streif absolvieren die „Jungen“. Am Samstag, 14. Jänner, wird heuer zum ersten Mal rennmäßig über die Streif gefahren. Die Europacup-Abfahrt findet am 16. Jänner statt, das erste Training über die gesamte Streif wird am 17. Jänner gefahren.
Elisabeth M. Pöll

Bild: Traumhafte Verhältnisse und eine perfekte Piste: Jan Überall, Axel Naglich, Markus Obermoser, Karl Schwingenschlögl, Herbert Hauser, Andreas Brandstätter, Hanspeter Schwaiger, Hannes Trinkl und Michael Huber bei der Schneekontrolle auf der Streif. Foto: Pöll

 
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