14.12.2018
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Die Weihnachtsbäume im Visier

Am St. Johanner Weihnachtsmarkt stehen heuer erstmals buschige Tannen. Einige vermissen die charmanten Fichten. Vandalen stört die Diskussion jedoch wenig, ständig werden Bäume aus- und Schleifen heruntergerissen. In Kitzbühel „verschwinden“ sogar Bäume spurlos.

St. Johann, Kitzbühel | Es grünt so grün am St. Johanner Weihnachtsmarkt. Statt charmanter Fichten zieren heuer erstmals stattliche Tannen den Weihnachtsmarkt im Ortszentrum. Eine Woche lang haben die Ortsmarketing Mitarbeiter gemeinsam mit dem Bauhof, dem Tourismusverband und der Lebenshilfe die rund 80 Bäume aufgebaut und geschmückt. „Die Rückmeldung von den Weihnachtsmarktbesuchern ist einfach unglaublich“, erzählt Ortsmarketing Leiterin Marije Moors.

Bäume ausgerissen, Schmuck fehlt
Umso trauriger machte es die Verantwortlichen, dass die Bäume immer wieder von „lustigen“ Marktbesuchern ausgerissen und anderen Orts abgelegt werden. „Allein in der ersten Woche des Marktes mussten wir schon über zehn Bäume neu einsetzen“, berichtet Moors. Aber dem nicht genug: Die Besucher reißen auch die roten Mascherl von den Bäumen. „Wir müssen wieder neu schmücken, was auch eine Kostenfrage ist“, kann Moors nur den Kopf schütteln.
Warum manche Besucher die Bäume beschädigen, kann man sich beim Ortsmarketing nicht erklären. „Die St. Johanner freuen sich eigentlich sehr, dass der Markt heuer so besonders schön gestaltet ist“, so Moors.

Langfinger am Kitzbüheler Markt
In Kitzbühel hat man mit Vandalen hingegen keine Probleme, denn in der Gamsstadt werden die Bäume gleich ganz mitgenommen. „Es gab schon Jahre, da blieben von den 140 aufgestellten Bäumen nur 80 oder 90 stehen“, erinnert sich Nicole Brugger von Kitzbühele Tourismus. Heuer haben Langfinger schon über zehn Bäume mitgenommen. „Wir haben keine Ahnung, wie die das anstellen. Fahren die mit dem Auto in der Nacht zum Markt und nehmen sie einfach mit?“, fragt sich Brugger. Kitzbühel Tourismus möchte explizit darauf hinweisen, dass der Weihnachtsmarkt kein „Selbstbedienungsladen“ ist.

Tanne oder Fichte? Verschiedene Meinungen
Zurück nach St. Johann: Hier sorgen die Bäume auch für Gesprächsstoff, denn einige trauern den teils krummen Fichten aus den Vorjahren nach. „Mir persönlich haben die Fichten auch besser gefallen, als die perfekten Tannen“, schmunzelt Ortsmarketingleiterin Marije Moors.
Egal ob nun Tannen oder Fichten, die Veranstalter wünschen sich, dass die Bäume die Zeit unbeschadet überstehen – damit es weiterhin festlich grünt auf den Weihnachtsmärkten.  
Johanna Monitzer

Heuer schmücken stattliche Tannen, anstelle von charmanten Fichten  den Weihnachtsmarkt in St. Johann, was Vandalen wenig stört. Über zehn Bäume mussten bereits neu eingesetzt werden. Foto: Ortsmarketing

 
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