22.02.2017
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Die Meisterprüfung beibehalten

Die Bezirksleitung des Wirtschaftsbundes im Bezirk tagt regelmäßig und diskutiert die aktuellen Themen, so trafen sich auch kürzlich die Funktionäre beim Peternhof in Kössen zum Meinungsaustausch und forderten dabei die Beibehaltung der Befähigungsnachweise für die reglementierten Gewerbe.

Kössen  | WB-Obmann Peter Seiwald: „Wir fordern eine Reform der Gewerbeordnung mit dem Ziel, durch den Ausbau des One-Stop-Prinzips und die Abschaffung von Genehmigungspflichten bei kleinen Betriebsanlagen die Betriebsanlageverfahren zu vereinfachen und zu erleichtern. Oberstes Ziel ist der Abbau von Bürokratie, damit der Unternehmer wieder mehr Zeit für seinen Betrieb hat. Die Liberalisierung der Gewerbe darf jedoch nicht zur Abschaffung der Meisterprüfung führen. Unsere Meisterbetriebe sind der Garant für Lehrstellen und der damit verbundenen Ausbildung zu Fachkräften.“

81 Gewerbe reglementiert
In Österreich sind noch 81 Gewerbe reglementiert und an einen Befähigungsnachweis gebunden. Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf bricht eine Lanze für die Meisterprüfung in Handwerk und Gewerbe: „An der beruflichen Qualifizierung darf nicht gerüttelt werden. Für Tirol ist wichtig, dass wir auch in Zukunft auf die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen setzen können. Besonders wichtig ist aber, dass der hohe Ausbildungsstandard unserer Fachkräfte fast ausschließlich in reglementierten Berufen gesichert wird. 98 Prozent aller Lehrlinge werden in Betrieben ausgebildet, die zu den reglementierten Gewerben gehören.“ Österreich wird in ganz Europa für die niedrige Jugendarbeitslosigkeit beneidet. Diese hängt untrennbar mit der dualen Ausbildung in Meisterbetrieben und Fachberufsschulen zusammen.

Deregulierung gefordert
„Wir setzen in Tirol ganz bewusst auf Qualität, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Deregulierungen und Entbürokratisierungen durch Vereinfachungen für Unternehmen sind primäre Ziele, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken. Sicherheitsaspekte, Qualitätsstandards, Gewährleistungsregeln und Konsumentenschutz sprechen für unsere Meisterbetriebe. Und vor allem die ausreichende und qualitativ hochstehende Ausbildung von Fachkräften ist ein weiteres Argument für die Beibehaltung reglementierter Gewerbe“, schreiben LRin Patrizia Zoller-Frischauf, WB-Obmann Franz Hörl und Bezirksobmann Peter Seiwald den Verhandlern der Gewerberechtsnovelle ins Stammbuch.

 
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