24.08.2020
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Die Krise ist Treiber für Innovation

Andreas Holaus ist Innovationsmanager für den Bezirk Kitzbühel. Gerade wenn die Zeiten fordernd sind, regt sich der Pioniergeist bei den heimischen Unternehmen, wie er im Interview mit dem Kitzbüheler Anzeiger erläutert.

Bezirk  | „Der Weg aus der Krise führt über Innovation“ ist ein mittlerweile schon viel bemühtes Rezept für Unternehmer. Wie kann ein Betrieb eine Innovationsleistung angehen?
Da gibt es mehrere Schritte:  erstens, den Wettbewerb und den Markt gut kennen und vor allem das Innovationspotenzial darin erkennen. Dann gilt es, Freiräume zu schaffen und Mitarbeiter einzubinden. Mitarbeiter sind nämlich wichtige Ideengeber, sie sind nahe am Markt und am Kunden und kennen das jeweilige Produkt bzw. die Dienstleistung am besten. Ein weiterer, wichtiger Schritt zur Innovation ist natürlich umfangreiche Planung. Passende Partner für das Projekt lassen sich am besten in der Region finden, das hat viele Vorteile: z.B. kurze Wege und höheres Vertrauen. Wer Innovation plant, sollte auch die Akzeptanz für Fehler zulassen – Innovation ist immer mit Risiko verbunden und mit einer hohen Wahrscheinlichkeit des Scheiterns. Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen bei der Umsetzung zahlen sich aus.

Großer Sprung in der Digitalisierung
Eine Krise ist auch immer ein großer Treiber für Innovation. Gerade während der Corona-Krise waren und sind natürlich viele Unternehmen unter Zugzwang. Im Bereich Digitalisierung hat sich hier in kurzer Zeit sehr viel getan – Stichwort Webauftritt, Onlinehandel, Homeoffice, etc.
 
Welche Fördermöglichkeiten stehen bereit, bzw. gibt es sogar Sonder-Förderungen durch Corona?
 Es gibt viele bestehende Förderungen (AWS, FFG, ÖHT, Land Tirol, etc.) gerade in den Bereichen Innovation und Digitalisierung. Hier zielen viele Förderungen auf hochinnovative, technische Produkte und Dienstleistungen ab, welche nur auf einen Teil unserer heimischen Betriebe zutreffen. Gerade jedoch die Förderungen vom Land Tirol (z.B. Tiroler Digitalisierungsförderung) sind sehr interessant für unsere Betriebe in der Region und auch mit weniger bürokratischem Aufwand verbunden. Auch verschiedene Garantien und Haftungen sind häufig interessant bei der Kreditaufnahme, um Risiko zu minimieren. Als Innovationsnetzwerk beraten wir die Unternehmen bei möglichen Förderungen und unterstützen bei der Antragstellung.

Konjunkturmaßnahmen greifen
Aufgrund der Corona-Krise wurden von der Bundesregierung auch Konjunkturmaßnahmen geplant. So soll die Wirtschaft wieder in Schwung kommen, Arbeitsplätze gesichert und die Unternehmen im internationalen Wettbewerb gestärkt werden. Unter anderem gibt es hier die Investitionsprämie, welche ab 1. September 2020 beantragt werden kann und Neuinvestitionen ab 5.000 Euro  mit 7 Prozent  Zuschuss fördert – in den Bereichen Ökologisierung, Digitalisierung und Gesundheit sogar mit 14 Prozent. Hier habe ich die letzten Wochen die Erfahrung gemacht, dass viele Unternehmen in unserem Bezirk tolle Ideen und interessante Neuinvestitionen bereits auf Papier in ihrer Schublade haben und dies nun der Anreiz ist, dass sie an eine Umsetzung denken. Die Investitionsprämie macht auf den ersten Blick den Anschein, dass sie tatsächlich „greift“.

Das ganze Interview lesen sie in der aktuellen Ausgabe (KW34) im Kitzbüheler Anzeiger als Printausgabe oder Online unter: www.kitzanzeiger.at. Elisabeth Galehr

Foto: Im Bezirk können Betriebe vom eigenen Innovationsnetzwerk profitieren. Ansprechpartner ist Andreas Holaus. Foto: Galehr

 
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