29.09.2021
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Der etwas andere Hofladen

Ein Container aus Stahl, Glas und Holz, der von außen wie eine riesige Obststeige aussieht, zieht seit kurzem am Kreisverkehr gegenüber dem Sportpark in Kitzbühel die Blicke auf sich. Was steckt drin?

Kitzbühel | „Unsere Kiste“ ist ein Selbstbedienungs-Laden gefüllt mit Schätzen aus der Heimat. Eine „Mitanond-Gewerkschaft“ von der Kuh bis zum Schaf und von der Biene bis zum Fisch.
„Wir vom Maurachhof haben seit jeher die Vision, die Wertschätzung für nachhaltige, regionale Spezialitäten aus Kitzbühel und der Umgebung zu steigern. Die hochwertigen Erzeugnisse aus den Rohstoffen, welche die Natur uns im Kreislauf des Jahres schenkt, möchten wir unkompliziert rund um die Uhr anbieten“, erklärt Elisabeth Obermoser.
„Die ständig steigende Nachfrage nach den Produkten unseres Maurach-Hofladens war für uns Bestätigung und zugleich Ansporn, etwas Neues zu wagen. Mit dem innovativen Selbstbedienungs-Konzept „Unsere Kiste“ gehen wir den nächsten Schritt: bessere Sichtbarkeit, eine noch breitere Produktpalette, das gewohnt unkomplizierte bargeldlose Bezahlsystem und Zugang rund um die Uhr“, so Obermoser.

Feines aus der Region
In der Kiste, die täglich beliefert wird, gibt es eine breite Palette lokaler, regionaler und saisonaler Lebensmittel von Erzeugern aus Kitzbühel und der Region. Das Angebot reicht von Milchprodukten, Fleisch- und Fischspezialitäten, über Eier, Teigwaren und Honig bis hin zu frischem Brot. Auch Tee, Kräuter und Marmeladen zählen zum Sortiment. Dass die Produkte soweit möglich in umweltfreundlichen Verpackungen angeboten werden, versteht sich von selbst.

Der etwas andere Hofladen hat aber nicht nur Lebensmittel zu bieten: Braucht man spontan ein hübsches Mitbringsel, findet man dort eine kleine, aber feine Auswahl an geschmackvollen, handwerklich gefertigten Produkten, wie Blumenkränze, Taschen, Bienenwachskerzen etc.
„Unsere Kiste“ ist gut erreichbar und täglich 24h geöffnet. Das Konzept basiert auf gegenseitigem Vertrauen: „Was in unsere Regale kommt, ist ehrlich und gut – weil’s uns nid egal is, wo’s herkimb.“
WK-Obmann Peter Seiwald hat die Gründerin Lisi Obermoser vor Ort bei „Unsere Kiste“ am Parkplatz gegenüber vom Sportpark in Kitzbühel besucht und war von dem regionalen Angebot begeistert.

Vier Fragen an die Gründerin
Wie hast du gestartet und wie bist du auf die Idee zu „Unsere Kiste“ gekommen?
Da mir Regionalität und gutes Essen sehr wichtig sind, und ich gerne wissen will „was drin is“ und „wos her is“, habe ich mir gedacht, da muss noch mehr möglich sein als nur unser „kleiner Hofladen“. Die Idee ist ja nicht neu aber doch bei uns in der Region einzigartig, und die alte Butterkiste aus den Geschichten meines Papas diente als Vorlage für die Idee hinter unserer Kiste.

Was waren bisher die größten Herausforderungen bei der Umsetzung dieses regionalen Konzepts?
Zuerst dachte ich, es sei die Vielfalt an regionalen Produkten, aber daran scheitert es nicht, es ist eher die Technik, an die man sich gewöhnen muss.

Was treibt dich persönlich an, diesen innovativen, aber auch oftmals schwierigen Weg zu gehen?
Die vielen positiven Rückmeldungen sind immer wieder ein guter Antrieb in den oftmals schwierigen Situationen und in der Frage, ob das alles richtig ist, was ich entscheide und mache.

Was sind die nächsten Ziele, die du in den kommenden Jahren mit „Unsere Kiste“ erreichen willst?
Dass sich das System so einspielt, dass Lieferanten unkompliziert ihre tollen Produkte an Einheimische wie Gäste verkaufen können. Und dass Regionalität und Saisonalität nicht mehr nur Modewörter sind, sondern wieder bewusst gelebt werden.

Bild: Elisabeth Obermoser und WK-Obmann Peter Seiwald in „Unsere Kiste“ - der etwas andere Hofladen. Foto: WK Kitzbühel

 
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