09.05.2016
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Der erste Schritt ist getan

Das Dorf mit all seinen Facetten war Thema des ersten Wirtschaftsforums Brixental. Ein Thema, das interessierte und an die 200 Personen, die auch aus den Nachbarorten kamen, in die arena365 lockte.

Kirchberg | Die Entwicklung des Ortes und die künftige Ausrichtung von Kirchberg machte die Kaufmannschaft zum Thema. Mit der Frage „Schlafstätte oder Dorfleben“ wurde für den Abend in der arena365 eine klare Herausforderung gestellt. Kirchberg sollte nicht nur zum reinen Schlafdorf verkommen, sondern weiterhin ein belebter Ort bleiben.

Kaufmannschaft startet Denkprozess

Unter der neuen Obfrau, Gerlinde Dittrich, hat sich die Kirchberger Kaufmannschaft seit einem Jahr mit der Zukunft des Ortes beschäftigt. In einem Workshop wurde im groben ausgearbeitet, was Sabrina Schweiger in einem Konzept ausformulierte. Bei ihrem Vorhaben, eine Art Leitbild für den Ort zu erstellen, holte sich die Kaufmannschaft zudem noch professionelle Hilfe mit den Leuten von Stadt:Labor Innsbruck.

Neutraler Blick von außen

Unvoreingenommen wurde von den Experten der Ort betrachtet, Eindrücke gesammelt und Gefühle entwickelt. „Wichtig ist dabei auch mit der Bevölkerung zu reden und auf möglichst vielen Ebenen zu arbeiten“, erklärt Martin Mutschlechner vom Stadt:Labor. Zudem hielt ein Fotograf Eindrücke von Kirchberg fest, die den Ort nicht gerade als Schönheit darstellten.

Gespräche wurden, wie bereits berichtet, bereits im Vorfeld zum ersten Wirtschaftsforum Brixental geführt. Aus diesen Gesprächen heraus wurden die Potentiale, Schwächen und Risiken des Ortes definiert.

Als Schwächen von Kirchberg wurden neben den Zweitwohnsitzen, das Überangebot an Betten, eine fehlende konkrete längerfristige Planung sowie der öffentliche Verkehr genannt. Zudem fehlt es an einem entsprechenden Angebot für die Jugend. Potentiale gibt es bei der Natur, dem Vorhaben die Umfahrung fertig zu planen, Synergien zu nutzen oder den Restflächen.

Zu den zentralen Punkten des Abends gehörte die Gestaltung des Ortszentrums. Mit dem Blick nach St. Johann, wo eine optimale Lösung gefunden wurde, sucht man nun in Kirchberg nach einer entsprechenden Lösung.

Diskussion mit ersten Lösungen

Bei der abschließenden Diskussion ließ TVB-Obmann Toni Wurzrainer die Kritik am Bettenüberschuss nicht so im Raum stehen: „Wir haben 1.500 Betten verloren. Aber wir brauchen mehr, um die Infrastruktur im Ort voran zu bringen.“ Zudem erzählte er, dass seitens des Tourismusverbandes erste kleine Schritte gemacht werden. Wöchentlich Fixveranstaltung während des Winters seien angedacht, erklärte Wurzrainer.

Dem Thema Verkehr und Ortsbild hatte Bürgermeister Helmut Berger einiges anzumerken. „Für die Kitzbüheler Straße sei eine Begegnungszone angedacht“, erklärte Berger. Brixens Vizebürgermeister Simon Schroll berichtete über die Ortsgestaltung in seinem Ort und die Westendorfer Bürgermeisterin Annamarie Plieseis will das Thema Leitbild auch in ihrer Gemeinde wieder aufgreifen. Elisabeth M. Pöll

 
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