07.03.2021
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Der Standort startet ins Frühjahr

Auch dieses Frühjahr heißt es noch, mit den Herausforderungen der Pandemie umzugehen. Das St. Johanner Ortsmarketing reagiert in seiner Planung darauf, dass im Prinzip nichts geplant werden kann – auf der Agenda stehen Fixpunkte wie der Wochenmarkt genauso wie neue Projekte.

St. Johann  | Dürfen Veranstaltungen wie der Wochenmarkt stattfinden?
Der Wochenmarkt startet am 19. März. Wir sind ohnehin schon gewohnt, dass wir flexibel sein müssen. Wir gehen aus jetziger Sicht davon aus, dass der Wochenmarkt mit den „üblichen“ Einschränkungen stattfinden kann und die Gastronomie mit Take-Away dabei sein darf. Selbstverständlich müssen wir dabei immer die aktuelle Verordnungslage im Blick behalten. Schon eine Woche vor dem 19. März haben wir übrigens eine kleine Online-Auftaktveranstaltung mit den Marktlern geplant.

Wie groß ist die Sehnsucht der Menschen nach derartigen Veranstaltungen?
Ich glaube, die ist schon groß. Ich merke es ja auch bei uns selbst. Der Wochenmarkt ist ein Fixpunkt in der Woche, der mitlerweile zu St. Johann dazugehört – ein Stück Normalität. Bezüglich der Sicherheitsauflagen: Der Unterschied zum vorigen Jahr ist der, dass die Leute schon daran gewohnt sind.  
Wir müssen natürlich die entsprechenden Rahmenbedingungen bieten. Wir wollen den Markt ermöglichen aber es gehören alle dazu – die Besucher, die Marktler – damit wir das miteinander schaffen.

Können andere Fixpunkte des Frühjahres durchgeführt werden?
Es ist immer noch unsicher, ob man überhaupt so etwas umsetzen kann. Wir haben daher beschlossen, dass wir uns derzeit lieber auf andere Themen und Projekte konzentrieren, bei denen die Chancen, sie absagen zu müssen, nicht so hoch sind. Vergangenes Jahr haben wir so viele „Leerkilometer“ gemacht. Deswegen wollen wir heuer einen anderen Fokus setzen, der zu diesem besonderen Jahr besser passt.

Zum Beispiel?
Zum Beispiel das Projekt „Digital-Lotse“. Das betreut Tassos Theodorakopoulos, er ist quasi unser Digital-Lotse. Er begleitet Unternehmen in einem Check: Wie sichtbar sind sie online? Was gibt es an Möglichkeiten für das jeweilige Geschäft? Dann wird auch mit dem Unternehmer abgeklärt, was er gerne mit seinem digitalen Auftritt erreichen will.
Aus diesen Beratungen ist ein relativ guter Einblick entstanden, wo der Bedarf liegt. Anhand dieses Bedarfs haben wir z.B. bereits vergangenes Jahr einen Social Media Workshop auf die Beine gestellt.

Digitales Netzwerk stärken
Im Rahmen von „Digital-Lotse“ konnten wir die Kompetenz, über die wir im digitalen Bereich verfügen, aufzeigen und bündeln. Wir haben viele Firmen mit entsprechendem Schwerpunkt vor Ort: Internet, Website, Online-Shops, Hardware, Software, usw. Letztes Jahr haben wir alle zusammengetrommelt, um einen Austausch zusammen zu bringen. Da machen wir heuer weiter. Das Projekt besteht aus drei Säulen: ständige Begleitung von Betrieben, die sich für das Programm melden. Aus diesem Coaching lernen wir, wo die Bedürfnisse liegen und wir werden diesbezüglich Workshops anbieten. Diese sind dann für alle Mitglieder des Wirtschaftsforums offen. Und die dritte Säule ist, dieses Digital-Netzwerk zu stärken und sichtbarer zu machen.

Welche weiteren Schwerpunkte sind geplant?
Ein weiterer, bei dem wir ein bisschen am Rande dabei sind, ist der Schwerpunkt Mobilität. Es gibt diesbezüglich tolle Projekte – von Marktgemeinde, Tourismusverband und Regio3. Da geht es z.B. um den Öffentlichen Verkehr, Radfahren, zu Fuß gehen – sehr vielseitige Ansätze. Wir wollen einen Beitrag zur Kommunikation leisten: Dass man mehr darüber erzählt, was im Hintergrund passiert. Mich hat z.B. die Parkplatzkritik (am Wieshofer-Parkplatz, Anm. d. Red.) gestört, nämlich dass die Mobilitätsthematik auf diesen einen Platz reduziert worden ist. Es passiert aber viel, viel mehr als nur das, es ist nur nicht so sichtbar. Das ist allerdings unser eigener Fehler, wir müssen besser zeigen, was wir sonst noch alles tun.
Ansonsten werden wir, was Marketing anbetrifft, kurzfristig agieren.

Wie sieht es mit der Strategie St. Johann 2030-2050 aus?
Es ist ein klares Ziel, auch vom Land aus, dass verstärkt interkommunal zusammengearbeitet wird. Im Rahmen der Strategie-Arbeit 2030-2050 sieht man, wo die Aufgaben der Zukunft liegen. Interkommunalität wird immer wichtiger. Es gibt teilweise Herausforderungen, die man miteinander besser bewältigen kann, als wenn jeder nur sein eigenes Süppchen kocht.
Wir haben eine gute Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, aber wir wollen das unter die Lupe nehmen und offen gemeinsam schauen: Wo wollen wir hin? Da gibt es einen gemeinsamen Prozess, der demnächst startet. Elisabeth Galehr

Bild: Marije Moors im Interview. Foto: Galehr

 
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