29.03.2022
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Der Reiseboom nimmt Fahrt auf

Eine langsame Rückkehr zur Normalität ortet man bei Eurotours International. Die weltweit agierenden „Urlaubsmacher“ aus Kitzbühel stellen einen erfreulichen Aufwärtstrend fest, gleichzeitig aber auch ein starkes Sicherheitsbedürfnis der Konsumenten.

Kitzbühel | Gesperrte Grenzen, strenge Einreisebestimmungen und die Furcht der Reisenden vor drohender Quarantäne am Urlaubsort: Corona hat die Welt auf den Kopf gestellt. Besonders hart getroffen wurde die Reisebranche, die sich von diesem Worst-Case-Szenario auch im dritten Corona-Jahr noch nicht erholt hat. Trotzdem macht sich aber vorsichtiger Optimismus breit, wie Helga Freund, Geschäftsführerin von Eurotours International und Vorständin des Verkehrsbuero, sowie Andreas Höck, Leiter des Eurotours Outgoing-Reisebüros in Kitzbühel, bestätigen.

„Die Reiselust nimmt deutlich zu. Weil die Einreisebestimmungen und Reisewarnungen  weltweit fallen oder schon gefallen sind, macht sich das auch in den Buchungen bemerkbar.“ Bis man von einer Erholung des Marktes sprechen könne, werde es aber noch ein, zwei Jahre dauern, schätzt Höck. „Erst wenn freies Reisen wieder möglich ist, können wir an die Vor-Corona-Zeit anschließen.“
Auch wenn das Fernweh mehr und mehr um sich greift und die Österreicher heuer aufholen wollen, was sie in den letzten Jahren versäumt haben: Ihr Reiseverhalten ist von einem deutlichen Sicherheitsbedürfnis geprägt. Die bevorzugten Urlaubsziele liegen in den klassischen Destinationen rund um das Mittelmeer, erläutert Höck: „Griechenland, Italien, Spanien, Kroatien, aber auch die Türkei und Ägypten.“

Weniger Fernreisen:  Viele warten ab
Pauschalurlaube mit Selbstanreise in Österreichs direkten Nachbarländern boomen, abwartend steht man hingegen  noch den Fernreisen gegenüber. Die USA, aber auch Traumziele wie die Malediven, Seychellen, Mauritius und Dubai, sind im Kommen, weiß Helga Freund.
So vielversprechend das Geschäft über den Winter bis Ende Februar angelaufen ist, so ungewiss gestaltet sich die weitere Entwicklung. Der Ukraine-Krieg löste abermals Unsicherheit unter Fernweh-Geplagten aus. Direkte Auswirkungen, etwa  in Form von Stornierungen, seien bis dato nicht eingetroffen, hält Helga Freund fest, dennoch fallen die Buchungen verhaltener aus.  

Unentschlossenen rät Andreas Höck jedenfalls von Last-Minute-Angeboten dringend ab. „Spätbucher bezahlen heuer einen hohen Preis“, ist der Reiseprofi überzeugt. „Die Zahl der Charterflüge wurde weltweit gedrosselt. Je näher der Sommer rückt, desto knapper werden die Kapazitäten und dann wird der kurzfristige Urlaub erst richtig  teuer.“ Früh Buchende können sich mit sogenannten „Flex-Paketen“ oder dem „Sorglos-Paket“ von Hofer Reisen absichern, mit welchen bis knapp vor der Abreise kostenlose Stornierungen möglich sind.

Rückkehr zu den organisierten Reisen
Einen durchaus positiven Aspekt können Helga Freund und Andreas Höck der Pandemie aber trotzdem abgewinnen: Viele Urlauber gehen auf Nummer Sicher, verzichten auf die oftmals im Internet als vermeintlich günstig angepriesenen Flüge und Pauschalreisen und  schätzen jetzt umso mehr die Verlässlichkeit renommierter Reiseveranstalter. „Jede Krise birgt auch eine Chance. Wir hoffen, dass wir nach der Krise stärker sind als je zuvor.“ Alexandra Fusser

Bild: Sonne, Strand und Meer: Die Sehnsucht nach einem Tapetenwechsel steigt. Im Bild: Sardinien. Foto: Hendrich; Eurotours

 
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