06.07.2020
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Der Achendamm ist kein Müllplatz

Vor kurzem wurde der Achendamm in Kirchdorf wieder vermüllt – ein immer häufiger vorkommender Zustand, der nicht nur Spaziergänger verärgert.

Kirchdorf | Bierkisten, Flaschen, Glasscherben, leere Zigarettenpackungen und vieles mehr wurde am Kirchdorfer Achendamm vor kurzem wieder zurückgelassen. In den sozialen Netzwerken machten Spaziergänger ihrem Ärger über die Umweltsünder Luft.

TVB: „Die Müllsünder werden immer mehr“
Für die Pflege und den Erhalt des Achendammes, welcher der Großachengenossenschaft gehört, ist der Tourismusverband Region St. Johann zuständig. „In den letzten Jahren häuften sich leider die Vorfälle, dass Müll einfach zurückgelassen wird – besonders im Bereich des Achendammes in Kirchdorf und im Gebiet von ‚Moor und more‘“, schildert Martina Foidl vom Tourismusverband. Die Umweltsünder ausfindig zu machen ist schwierig.  Eine Anzeige verläuft meist im Sand.

Überlegungen einen Flurwächter einzustellen
Im Kirchdorfer Gemeindeamt ist man sich des Problems bewusst. Zusammen mit der Großachengenossenschaft und dem Tourismusverband sucht man nach einer verträglichen Lösung. In dieser Woche wird im Sicherheitsausschuss darüber beraten, informiert Amtsleiter Christopher Innerkofler: „Es gibt Überlegungen, einen Flurwächter zu installieren.“
Einen eigenen Flurwächter in Kirchdorf zu installieren, sieht  man beim TVB mit gemischten Gefühlen. „Es wäre sinnvoller, wenn die Gemeinden im Verbandsgebiet einen gemeinsamen Flurwächter anstellen. Alleine schon wegen der Auslastung und Kosten“, regt Martina Foidl, die sich auch als Gemeinderätin in Kirchdorf engagiert, an.

Bewusstseinsbildung
Der Tourismusverband will in Zukunft die Bewusstseinsbildung verstärken. In seinen Sommerbroschüren wird noch mehr auf Umweltschutz hingewiesen. „Es ist eigentlich unverständlich. Jeder spricht von Klima- und Umweltschutz, dennoch nehmen die Verschmutzungen zu“, sagt Foidl.

Bürgermeister appelliert für ein Miteinander
Die örtliche Bergwacht wurde bislang von der Gemeinde darum gebeten, die Einhaltungen des Leinenzwangs und des Reitverbotes am Achendamm zu kontrollieren – den Auftrag, explizit ein Auge auf die Umweltsünder zu werfen, haben sie nicht. „Sehr viele Kirchdorfer schätzen den Naherholungsraum an der Großache und leben den Respekt den unsere Natur verdient. Um die Nutzer einzubinden, die diesen Respekt vermissen lassen, ist künftig vor allem Kommunikation und in Folge eventuell sogar Kontrollen sowie ein Regelwerk erforderlich“, so Bürgermeister Gerhard Obermüller, der für ein Miteinander plädiert. Johanna Monitzer

Foto: Immer wieder „vergessen“ die Besucher des Achendammes in Kirchdorf, ihren Müll auch wieder mitzunehmen. Foto: privat

Zwei mal pro Jahr sammeln die Mitarbeiter der Straßenmeisterei St. Johann Müll ein. Unrechtmäßig entsorgt wird vieles. Auch ganze gefüllte Müllsäcke.
St. Johann | 21 Tonnen Müll wurden von der Straßenmeisterei St. Johann im Jahr 2018 entsorgt. 2019 waren es 24 Tonnen. „In den letzten Jahren ist der Müll eher mehr geworden“, berichtet der Leiter, Michael Aufschnaiter.

Voll gefüllte Müllsäcke werden abgestellt
Gerade letzte Woche mussten Traktorreifen aus der Ache herausgefischt werden. „Ein Problem stellen auch die Wochenend-Gäste dar. Wir wissen schon, an welchen Stellen ganze Müllsäcke einfach abgelagert werden, bevor sie wieder nach Hause fahren“, schildert  Aufschnaiter.

Viel Müll liegt seit Jahren im Umkreis von Fast-Food-Restaurants. Die Säcke mit teils noch Essen darin, landen auch öfters einfach auf der Straße. Autofenster runter und raus – das kann man aber auch im Umkreis der Bergbahnen besonders im Winter beobachten. „Die Skifahrer jausnen wohl noch etwas im Auto und schmeißen den Müll dann beim Nachhausefahren hinaus“, so Aufschnaiter.

Zumindest keine Kühlschränke mehr
Was so gut wie nicht mehr illegal entsorgt wird, sind Kühlschränke, berichtet die Straßenmeisterei. Das liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass diese nun kostenlos zurückgegeben werden können. Johanna Monitzer

 
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