15.04.2022
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Das „Start‘n“ ist durchgestartet

Vergangene Woche öffnete in Kitzbühel das Gründerzentrum „Start‘n“ seine Pforten. Rund 60 Prozent der 23 Containerbüros sind bereits vermietet, die Nachfrage nach den Flächen ist groß.

Kitzbühel | Die Idee Jungunternehmern günstige Büroflächen zur Vefügung zu stellen, ist in Kitzbühel nicht neu: Bereits vor rund zehn Jahren hatte die Stadt Kitzbühel ein altes Haus direkt neben den Stadtwerken angekauft. Doch es kam anders - direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite wurden in den vergangenen Monaten 47 Container aufgestellt und top ausgestattet. Vergangenen Freitag konnte das Gründerzentrum „Start‘n“ offiziell seiner Bestimmung übergegeben werden.
„Ein solches Gründerzentrum ist mir eine Herzensangelegenheit. Und dieser Standort ist ideal und daher unterstützen wir als Stadtgemeinde das Projekt. Es ging alles sehr schnell, das Baby ist nicht erst im Kreißsaal, sondern es läuft bereits“, freut sich Bürgermeister Klaus Winkler bei der Präsentation des Gebäudes am Tag vor der offiziellen Eröffnung.

Sparkassenvorstand Thomas Hechenberger - auch das heimische Bankunternehmen ist neben Wirtschaftskammer, Regiotech, Stadwerke, Stadt Kitzbühel und der Hope Holding mit an Bord – schilderte die Anfänge des Projektes, das innerhalb kürzester Zeit aus dem Boden gestampft wurde.
Ein Gespräch unter Nachbarn, in diesem Fall Thomas Hechenberger und Gregor Gebhart, brachte die Sache ins Rollen. „Im März 2021 haben wir das erste Mal darüber gesprochen. Thomas Hechenberger kam mit der Idee auf mich zu, leistbare Räumlichkeiten für junge Unternehmer zu schaffen.Wir haben uns rasch für diesen Standort und eine Container-Lösung entschieden. Nach nur einem knappen Jahr sitzen wir hier im fertigen Zentrum, sensationell“, freut sich Investor Gebhardt, der mit seiner Hope Holding das Projekt mit umgesetzt hat.

Co-Worker sind ebenfalls willkommen
Zur Verfügung stehen 23 Containerbüros. Die Büromiete beträgt 550 Euro im Monat und damit für die Gründer stemmbar. Doch nicht nur Unternehmensgründer finden im „Start‘n“ Platz.  Ein Schlagwort lautet „Workation“, und „Co-Worker“, die Büros tageweise mieten können, stehen im Mittelpunkt. Inzwischen sind bereits 60 Prozent der Büros vermietet. Die Flächen könnten auch schon ausgebucht sein, doch die Kriterien sind hoch. „Wir schauen genau, wem wir Flächen vermieten“, betont Gebhardt. Anfragen von Taxiunternehmern oder Immobilienmaklern seien schon abgeschmettert worden. Natürlich sei die Adresse „Schlossbergstraße 1“ begehrt. Neben den Büros hat übrigens auch das Genuss Café Start in by Berner & Monitzer Catering Platz gefunden.

Die Freude über das Projekt ist natürlich auch bei Wirtschaftskammerobmann Peter Seiwald groß. Er sieht große Chancen für Synergieeffekte zwischen den angesiedelten Unternehmen. „Wir haben ein Gesamtpaktet geschnürt und mit Andreas Holaus haben wir  gemeinsam mit „Regio3“ einen Innovationsmanager installiert. Geplant sind auch Stammtische“, betont Seiwald. Die Gründerberatung der Kammer vor Ort und die Vernetzung von Gründern und etablierten Unternehmern sind ebenfalls wichtige Faktoren, die das Projekt zum Erfolg machen sollen.
Begeistert von dem Projekt zeigt sich auch der Leiter der „Regio3“, Stefan Niedermoser. Auch er sieht im „Start‘n“ einen Platz der Vernetzung und der Zusammenarbeit auch mit Unternehmen außerhalb des Zentrums. Zur Realisierung des Projektes sind aus dem  Leader-Topf rund  200.000 Euro gefl0ssen. „Insgesamt wurden rund 1,3 Millionen Euro in das Projekt investiert“, so Niedermoser.

Wirtschafts-Landesrat Mattle begeistert
Bei der Eröffnung am Freitag machte sich dann auch Wirtschaftslandesrat Toni Mattle ein Bild und zeigte sich begeistert: „Dieses Projekt ist das beste Beispiel, wie schnell man zum Ziel kommen kann, wenn man will.“ Auffällig ist übrigens auch die Mischung der Gründer im „Start‘n“ – die Palette reicht vom Aufräumservice bis hin zu Homepage- sowie Lebensmittelentwicklern. Margret Klausner

Bild: Str. Hermann Huber, Bgm. Klaus Winkler, GR Hermann Lechner, Regio3-Geschäftsführer Stefan Niedermoser, WK-Obmann Peter Seiwald, Sparkassenvorstand Thomas Hechenberger sowie Projektinvestor Gregor Gebhardt (v.l.). Foto: Klausner

 
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