23.03.2021
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Das Ostergrab in der Warteschleife

Ein weiteres Jahr in Geduld üben müssen sich die Besucher des St. Johanner Ostergrabes. Nachdem letztes Jahr der Lockdown das Aufstellen verhindert hat, ist auch dieses Jahr die Pandemie Schuld an der erneuten Verschiebung. Das 15-Jahr-Jubiläum muss weiter warten.

St. Johann | Für viele Menschen aus Nah und Fern gehört der  Besuch des Ostergrabes in St. Johann zu einem Fixpunkt in der Kar- und Osterwoche. In Vorfreude aufs nächste Jahr muss man sich heuer üben. Dies gilt auch für Dekan Erwin Neumayr: „Ich hab das Ostergrab noch nie gesehen.“ Frühzeitig wollte man eine Entscheidung treffen, dafür hat man sich zu einer Besprechung mit Vertretern der Aufbauarbeiten getroffen und verschiedenste Maßnahmen überlegt. „Die Sicherheitsbestimmungen können beim Aufstellen nicht eingehalten werden“, erklärt Neumayr die schlussendlich logische Entscheidung für die Absage und verweist dabei auf die unzähligen Arbeitsschritte, wo unmöglich zwei Meter Abstand gehalten werden können. Dem zugestimmt hat auch das Leitungsteam des Grabaufbaus: „Die Gesundheit ist das Wichtigste“

Viele Unklarheiten und offene Fragen
Ein weiterer Punkt ist die Entwicklung der Corona-Zahlen, die im Steigen sind: Wir wissen nicht, wie sich die „Situation während der Kar- und Osterwoche verändert.“ Im kommenden Jahr hofft man dann, das 15. Jubiläum gebührend feiern zu können.
Nachdem im vergangenen Jahr alle kirchlichen Feiern aufgrund des Lockdowns abgesagt bzw. ins Internet verlegt wurden, wird heuer bereits an Alternativen gearbeitet.

Sicher ist, dass die Palmweihe in der bisherigen Form nicht stattfinden kann. „Es dürfen bei einem Begräbnis auch nur 50 Leute am Friedhof teilnehmen, daher ist es unmöglich die Palmweihe mit 300-400 Gläubigen zu feiern,“ sagt Neumayr. Der Dekan denkt an eine Palmweihe in der Kirche, wo die Büsche vorher abgegeben und am Nachmittag wieder abgeholt werden können. Von Seiten der Erzdiözese gibt es noch keine konkreten Informationen. veh

Bild: Beeindruckende Maße hat das Ostergrab. Viele Besucher nützen die Karwoche, um sich das Grab anzusehen. Einige Mitglieder der Schützenkompanie halten zwischen Karfreitag und Ostersonntag die Mahnwache. Foto: Pfarre St. Johann

Daten & Fakten - Imposantes Bildnis
Das St. Johanner Ostergrab nimmt die gesamte Breite des Altarraumes ein und zählt mit elf Metern Höhe zu den großen Heiligen Gräbern in Tirol. Die Malereien wurden um 1832 anlässlich des 100-jährigen Weihejubiläums der Dekanatspfarrkirche St. Johann in Tirol von Josef Arnold dem Älteren (1788 – 1879) geschaffen. Sie zeigen im architektonischen Aufbau klassizistische Formen, während die Figuren noch barockisierende Elemente aufweisen. Nach einer umfangreichen Restaurierung wurde das Ostergrab erstmals wieder 2006 aufgestellt, nach einer 50-jährigen Unterbrechung.
Zurück geht die Geschichte des Heiliges Grabes auf das frühe Mittelalter. Das Ostergrab steht bei der Auferstehungsfeier in der Osternacht im Mittelpunkt. Weitere Informationen gibt es unter: museum1.at Quelle: Museums-und Kulturverein St. Johann

 
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