25.09.2017
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Das BFI wurde zur großen Bühne

Die diesjährige Auftaktveranstaltung des BFI-Herbstsemesters in Kitzbühel bot reichlich Stoff zum Nachdenken – aber auch zum Schmunzeln.

Kitzbühel | Das Stück „Fremd daheim. Daheim fremd – Junge Menschen in zwei Welten“ von der Flüchtlings-Spielgruppe „Theater Unterland“ sorgte für volles Haus. „Ich wollte erreichen, dass diese Menschen aus dem Eck, in das sie gestellt werden, herauskommen“, schildert Organisatorin Irene Turin. Eine Motivation, die auch BFI-Leiterin Martha Weinberger dazu bewogen hat, die Gruppe nach Kitzbühel einzuladen.

Gezeigt wurden acht Szenen des Alltags – ob beim Arzt, in der Schule oder auch zum Thema Liebe und Heirat. „Bis auf einen kurzen Teil ist alles von den Schauspielern selbst gekommen“, erläutert Turin. Zunächst bestand die Schwierigkeit, sich auf Deutsch auszudrücken. Mit „Händen und Füßen“ erarbeiteten sich die Teilnehmer schließlich ihr Drehbuch, das vor allem durch leichtfüßigen Schmäh besticht.

„Das Ganze ist sensationell gewachsen“, freut sich die Spielleiterin. Die Themen, die behandelt werden, sind diejenigen, die die Flüchtlinge am meisten interessieren. „Freude, Ausprobieren, Spiel und Spaß haben die Proben geprägt“, schildert Turin.  Viele der Teilnehmer mussten erst einmal über ihren Schatten springen und sich auf die Bühne „trauen“. Die Aufführung im BFI beweist: Mittlerweile sind sie schon versierte Mimen. Insgesamt agieren zwölf Schauspieler auf der Bühne, unter anderem ist eine Einheimische dabei. Für musikalische Pausenumrahmung sorgt zudem Thaisir Haj Hussein.

„Die Menschen, die wir im Alltag als ‚vorhanden‘ zur Kenntnis nehmen, erleben wir im Theater von einer völlig anderen Seite“, weiß Irene Turin. Das Publikum im BFI – darunter AK-Kammerrat Siegfried Dellemann – zeigte sich begeistert. Elisabeth Galehr

 
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