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08.08.2022
News  
 

Damit die Sprache keine Hürde ist

Zwölf ukrainische Frauen unterschiedlichen Alters, drei Volksschulkinder, eine Mittelschülerin und zwei Männer drücken seit Mitte Juli in der Kirchberger Volksschule die Schulbank.

Kirchberg | Im Rahmen eines Freiwilligenprojekts vermitteln sechs Kirchberger Damen den vertriebenen Flüchtlingen, die im Ort eine neue Heimat fanden, seit wenigen Wochen die deutsche Sprache.
Mit viel Ehrgeiz und Wissbegier erlangen die freundlichen und gesprächigen Ukrainer damit Kompetenzen und Fähigkeiten in den Bereichen Lesen, Schreiben und Sprechen. Unglaublich ist dabei die Tatsache, wie selbstverständlich die Lernenden dabei die für sie ungewohnten lateinischen Schriftzeichen erlernen und umsetzen.

Oma und Enkelin lernen gemeinsam Deutsch
In der hintersten Reihe sitzt Viktoria neben ihrer Oma Valentina. Das aufgeweckte Mädchen ist den Unterrichtenden eine große Stütze – sie spricht beinahe fließend Deutsch, obwohl sie erst vor fünf Monaten in ihr neues Domizil, den Traublingerhof in Kirchberg,  gezogen ist.  Ihrer Oma, die gemeinsam mit ihrem Mann in der Ukraine eine Tischlerei betrieben hat, ist der Stolz auf die Enkelin anzukennen. Viktoria besuchte im abgelaufenen Schuljahr die zweite Klasse der NMS Kirchberg. Aber von Ermüdungserscheinungen nach all den Strapazen ist bei dem Teenager nichts zu spüren. Im Eiltempo erarbeitet sie alle von der pensionierten Lehrerin Leni Hagsteiner ausgehändigten Unterlagen, fragt nach, zieht Schlüsse und arbeitet selbständig und genau.

Lehrer und Lernende tauschen sich aus
Noch etwas schüchtern, aber nicht weniger wissbegierig, erarbeiten die Volksschüler mit Anja Jungmann Bildkärtchen mit Tieren und freuen sich, wenn die empathische Freiwillige sie wieder mit Lobeshymnen überhäuft, weil sie alle richtig benennen konnten.
Seit drei Monaten ist auch Andreij hier, ein Enddreißiger, dessen sauberes Schriftbild seinesgleichen sucht.

In den sechs Kursstunden pro Woche wird auch Persönliches ausgetauscht, die Kirchberger Unterrichtenden erfahren viel von der fremden Kultur und den Gewohnheiten – auch für die Lehrenden sind es wertvolle und bereichernde Erfahrungen.
Ein großer Dank gebührt neben den freiwilligen Helferinnen auch der Schule und der Gemeinde. Durch die unbürokratische Hilfe und die zur Verfügungstellung der Klasse und der Materialien konnte eine gute und atmosphärische Umgebung geschaffen werden, um die Deutschkurse über die Sommermonate abzuhalten. Elisabeth Schill

Bild: Starthilfe für ukrainische Flüchtlinge in Kirchberg leisten sechs Damen, die sich freiwillig dazu bereit erklärt haben, Deutschkurse abzuhalten. Vermittelt werden die Grundzüge der deutschen Sprache im Lesen, Schreiben und Sprechen. Schon jetzt lässt sich ein großer Lernerfolg feststellen. Foto: Schill

 
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