02.12.2016
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Curlern gelingt Sensation bei EM

Bei der Curling EM letzte Woche in Braehead bei Glasgow, Schottland, zeigte sich das Curling Herren Nationalteam von seiner starken Seite.

Kitzbühel/Glasgow | Das Team, bestehend aus den Kitzbüheler Spielern Philipp Nothegger, Mathias Genner, Martin Reichel und Sebastian Wunderer, sowie dem Wiener Markus Forejtek, wurde von Trainer Uli Kapp und dem Sportpsychologen Andreas Winkler begleitet. Im Gepäck ein ganz klares Ziel: der Verbleib in der A-Gruppe.  

Höchst motiviert starteten die Jungs (alls jüngste teilnehmende Mannschaft) in ihre A-Gruppen EM-Premiere,  während der sie auf Teams treffen sollten, die sie vor Jahren noch im Fernsehen bewunderten. „Ein Wahnsinn, solch absolute Größen wie Edin, Ulsrud oder Brewster persönlich zu begegnen und gegen sie zu spielen,“ berichtet ein begeisterter Sebastian Wunderer.

Das erste Spiel gegen die Schweizer verlor die Österreichische Curling Herren Nationalmannschaft zwar, präsentierte sich aber als starker und ernst zu nehmender Gegner. Gegen die Finnen lief es noch besser - unsere Mannschaft erzielte den ersten Sieg. Die Niederlage gegen Italien allerdings versetzte den Österreichischen Curlern einen Dämpfer. In dieser Situation zeigte sich, wie wichtig auch die psychologische Betreuung vor Ort ist – Andi Winkler verstand es, unsere „Mannen“ wieder aufzurichten und neu zu motivieren. So kam, was niemand erwartet hatte: In einem sensationellen Spiel gelang es unseren „Buben“, den 12fachen Europameister und 5fachen Weltmeister Schottland rund um Skip Thomas Brewster im Extra-End vom Eis zu fegen. Unsere Mannschaft stand plötzlich im Mittelpunkt des Interesses.

Beim nächsten Spiel verlor man zwar gegen Norwegen, aber gegen den Vizeweltmeister Dänemark setzte man sich in beeindruckender Manier durch. Beim alles entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt gegen die Finnen bewiesen unsere Jungs absolute Nervenstärke und schickten die Skandinavier in die B-Gruppe.

Medieninteresse

Mit dem erreichten Klassenerhalt rückte ein weiteres Ziel in greifbare Nähe: das Ticket zur WM in Edmonton, Kanada, im April 2017. Es folgte ein wahrer Krimi am Eis: Das Spiel gegen die Niederlande wurde zum Nerven zerreißenden Duell, das sich erst im dritten Spiel und im letzten End mit dem letzten Stein gegen Österreich entschied.

Dennoch überwiegt nach dieser ereignisreichen Woche die Freude über den Klassenerhalt und darüber, dass unsere Mannschaft sogar gegen Profi-Teams mit weit mehr Erfahrung und einem vielfachen Budget bestehen kann. Es hat sich gezeigt: Alles ist möglich ...

Die tollen Leistungen unseres Teams riefen auch reges Medieninteresse hervor. Zum ersten Mal wurde Österreich weit – im ORF und in allen Tageszeitungen – über die Geschehnisse bei einer Curling-EM berichtet. Wichtig für den Curlingsport in Österreich an sich und zusätzliche Motivation für unsere Spieler, auf die wir stolz sein dürfen. PR

Bild: Siegreich gegen Finnland, Schottland und Dänemark, v.l.n.r.:  die Herren des Österreichischen Curling Herren-Nationalteams, Martin Reichel, Mathias Genner, Sebastian Wunderer, Philipp Nothegger und Markus Forejtek. Foto: Uli Kapp

 
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