18.01.2021
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Corona bremst auch die Traber ein

Sie gehören im Winter einfach dazu – die Renntage der Trabrennvereine. Doch heuer ist alles anders: Dachverbandsobmann Josef Reiter hofft, dass wenigstens zwei Veranstaltungen  möglich sind.  

Bezirk | Es ist eine Tradition, die es schon über 140 Jahre gibt und die vor allem im Tiroler Unterland populär ist– die Renntage der örtlichen Trabrennvereine. In Kitzbühel, Kirchberg, Kirchdorf, Kössen, Westendorf, Ellmau , Wörgl, Wattens Mayrhofen und Matrei in Osttirol sind jene Vereine beheimatet, die im Dachverband vereint sind. Dazu kommt auch noch das Stefanienrennen in St. Johann.
Was vor rund 140 Jahren mit dem sogenannten „Gasslfahren“ begann, sind heute hochprofessionielle Renntag mit hochklassigen Pferden und Wettschaltern. Im Durchschnitt werden alljährlich rund zehn Renntage auf Schneebahnen durchgeführt, die jeweils zwischen 700 und 2.000 Zuschauer verzeichnen.

Doch die Corona-Pandemie bremst auch die Traber ein. „So wie es derzeit ausschaut können wir nur zwei Renntage durchführen. Geplant sind derzeit Rennen am 31. Jänner, die Rennen in Kirchberg, sowie am 14. Februar jene in Kitzbühel“, informiert Josef Reiter, Obmann des Dachverbandes. Dieser wurde übrigens 1977 gegründet um alle Vereine unter einem Dach zu vereinen. Gründungsobmann war der damalige Kirchdorfer Bürgermeister Michael Nothegger.
Alle anderen Vereine haben die Renntage bereits abgesagt, da nicht klar ist, ob sie überhaupt durchführbar sind, da ja auch derzeit kein Publikum zugelassen wäre.

Doch für Josef Reiter und sein Team sind die Absagen nicht nur negativ. „Wir nützen diesen Winter auch dazu neue Ideen für die Renntage zu entwickeln.“ Es soll das Interesse der Zuschauer wieder mehr geweckt und Leute auf die Rennbahn gelockt werden. Die Ausarbeitung von umfangreichen Zusatzprogrammen sei ja leider eher schwierig, da ja pro Renntag meistens bis zu zehn Rennen auf dem Programm stehen. Da ja gerade die Tage im Jänner und Februar relativ kurz sind, müssen die einzelnen Bewerbe relativ rasch durchgezogen werden. Viel Zeit für ein Rahmenprogramm bliebe da nicht
„Wir machen uns aber in jedem Fall Gedanken, wie wir die Renntage doch noch attraktiver gestalten können“, so Reiter, der hofft, dass im heurigen Winter zumindest zwei Veranstaltungen stattfinden können.  Margret Klausner

Bild: Im Vorjahr konnte der Renntag in Kitzbühel unter den besten Bedingungen durchgeführt  werden – heuer muss er verschoben werden. Foto: Klausner

 
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