07.03.2019
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Breitbandausbau startet

Kirchberg macht sich zukunftsfit. Noch heuer wird mit dem Ausbau des Glasfasernetzes in der Brixen­talgemeinde gestartet.

Kirchberg | Schon seit einigen Jahren ist das Breitband ein großes Thema in der Gemeinde, das jetzt in Angriff genommen wird. „Dieses Thema wird uns auch noch in den nächsten Jahren beschäftigen, denn man kann es nicht kurzfristig umsetzen“, sagt Vize-Bürgermeister Josef Eisenmann bei der Gemeindeversammlung, bei der das Projekt der Bevölkerung vorgestellt wurde. Geplant ist die Umsetzung des Breitbandnetzes im Planungsverband im gesamten Brixental bis nach Hopfgarten und Itter. Unterstützung erhält die Gemeinde dabei von Robert Spuller von der Communal Connect sowie Arno Abler von der Breitbandserviceagentur als Schnittstelle zum Land.

Der Bedarf ist massiv am Steigen

Die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen, dass die Anforderungen an das Netz extrem gestiegen sind bzw. noch weiter steigen. Im Jahr 2019 liegt der Bedarf bei 340 Mbits/Sec. und im Jahr 2025 bereits bei 3.800 Mbits/Sec. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, braucht es ein Glasfasernetz. „Das Kupfernetz hat eine negative Eigenschaft. Je weiter der Anschluss von der Vermittlungsstelle entfernt ist, desto größer ist die Dämpfung und somit kommt weniger Bandbreite an“, erklärt Robert Spuller. Daher heißt die Zukunft Glasfaser, denn bei Lichtwellenleiter sind die Verluste gering. Projektbegleiter Spuller gibt aber auch gleich Entwarnung: „Die Haushalte müssen jetzt nicht ihre Leitungen tauschen, es reicht, wenn das leistungsfähige Glasfasernetz bis zum Hausanschluss geht. Im Haus sind die Leitungen nicht so lang, dass es zu großen Verlusten kommt.“

Es gilt Grabungsarbeiten zu vermeiden

Bei diversen Projekten wie zum Beispiel der Sanierung der Kitzbüheler Straße hat die Gemeinde schon vorausschauend gearbeitet und Leerverrohrungen verlegt. „Wir werden in den kommenden Jahren auch bei allen Bauvorhaben Lichtwellenleiter verlegen und die Bauwerber auch auf die Möglichkeit eines Anschlusses an das Glaserfasernetz aufmerksam machen“, erzählt Bürgermeister Helmut Berger. Es ist jedoch auch möglich, dass als Übergangslösung oberirdische Leitungen erichtet werden“, ergänzt Arno Abler, Geschäftsführer der Breitbandserviceagentur Tirol.

Mittel im Budget vorgesehen

Im Gemeindehaushalt für das Jahr 2019 sind bereits finanzielle Mittel für den Breitband-Ausbau vorgesehen und auch ein Grundsatzbeschluss wurde gefasst. „Zudem kann die Gemeinde auch Förderungen beim Bund und Land für den Ausbau des Breitbandnetzes lukrieren“, erklärt Abler.

Auswahl bei den Anbietern

Das Breitbandnetz in Kirchberg wird als „open access“ (offener Zugang) an alle Betreiber zu gleichen Bedingungen angeboten. Daher ist die Auswahl bei den Internetanbietern groß. Für den Gemeindebürger entstehen bei einem Anschluss nur Kosten für den Bereich zwischen Grundgrenze und seinem Haus. Elisabeth M. Pöll

 
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