09.11.2017
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Betriebsräte sind dünn gesät

Betriebsräte in Tourismusbetrieben sind selten, dabei hat eine solche Einrichtung nicht nur für die Mitarbeiter Vorteile, wie ÖGB-Regionalsekretär Hansjörg Hanser erläutert.

Bezirk | Kürzlich wurde im Fieberbrunner Schlosshotel Rosenegg ein Betriebsrat gegründet. Das Hotel hat damit so etwas wie eine Leuchtturmfunktion, denn ansonsten sind Betriebsräte in Gastgewerbe und Hotellerie selten zu finden. „Durch die geringere Verbleibdauer, die wir oft im Tourismus bei den Mitarbeitern haben, besteht wenig Motivation, einen zu gründen“, skizziert Hansjörg Hanser einen der Gründe dafür.

Generell ortet der ÖGB-Regionalsekretär in Branchen, in denen viele Frauen (Teilzeit-) arbeiten geringere Verankerung dieses Instruments. „Diese Arbeitnehmerinnen sind schon belastet genug, für die zusätliche Aufgabe fehlt ihnen oft die Zeit“, ergänzt Hanser.

Dabei könne ein Betriebsrat durchaus nicht nur Vorteile für die Mitarbeiter selbst bringen, auch die Arbeitgeber könnten einen Mehrwert dadurch haben: z.B. um Mitarbeiter langfristig zu halten. „Es würde der Branche guttun“, ist Hanser überzeugt, „auch wenn es alleine natürlich kein Wundermittel ist.“ Die Arbeitgeber haben einen fixen Ansprechpartner – die jeweiligen Betriebsräte – Probleme gehen nicht gleich nach außen sondern werden partnerschaftlich gelöst. Auch Agenden wie eine gewisse Flexibilisierung der Arbeitszeit können gemeinsam mit dem Betriebsrat vereinbart werden.
Elisabeth Galehr

 
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