03.06.2018
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Besser anstelle von größer

In den nächsten Monaten wird bei der Bergbahn AG Kitzbühel wieder kräftig an der Angebotsmodernisierung und an Verbesserungen im gesamten Skigebiet gearbeitet. Insgesamt werden 22 Millionen Euro investiert, 17 Millionen Euro werden für zwei neue Anlagen am Kitzbüheler Horn aufgewendet.

Kitzbühel | „Wir wollen besser und nicht größer werden“, eröffnete Bergbahn-Vorstand Josef Burger die Präsentation des Investitionsprogramms des Seilbahnunternehmens und sprach damit auch gleich die heurigen Großprojekte an. Am Kitzbüheler Horn werden zwei Anlagen getauscht (der Kitzbüheler Anzeiger berichtete). Die beiden Anlagen werden innerhalb der Skigebietsgrenzen gebaut, wie Josef Burger erzählte und es werden auch keine Ausweitungen der Pistenflächen erfolgen. Das Gegenteil ist der Fall: Dadurch, dass die Talstation der neuen Raintalbahn höher gelegen errichtet wird, fallen Pistenflächen weg.

Der Doppelsessellift Raintal wird durch eine Comfortline S 10EUB Bahn ersetzt. Aus Sicherheitsgründen wird im Raintal anstelle der Sesselbahn eine Gondelbahn gebaut. Hier kommt die neueste Generation an Gondeln zum Einsatz, die auch noch ein Mehr an Komfort bieten. Breiter Einstieg, höhere Gondel und ergonomisch geformte Sitze, sind nur ein paar Vorzüge der neuen Bahn von Leitner Ropeways. Ersetzt wird auch der Brunellenlift. Hier wird ein 6SB-Lift gebaut.

Der Charakter des Familienskigebiets soll erhalten bleiben. „Wir werden die Kapazitäten der Zubringerbahn nicht erhöhen. Die Beförderungszahlen der beiden neuen Anlagen liegen bei 1.800 bzw. 1.600 Personen pro Stunde“, erzählt Burger. Es wird der Komfort für die Wintersportler erhöht, die Fahrzeit auf 3,6 bzw. 4 Minuten reduziert und doch ruhiges Flair bewahrt. Waren es bisher 467 Fahrbetriebsmittel, die an den beiden alten Anlagen Wintersportler transportierten, so sind es ab 8. Dezember nur noch 69 Fahrbetriebsmittel. Auch die Anzahl der Stützen geht deutlich zurück. Nur noch 22 anstelle der bisherigen 40 Stützen werden gesetzt. Möglich ist das durch die System- und Trassenwahl.

Kassensystem wird erweitert

An der Hahnenkammbahn und auch an der Fleckalmbahn wird es ab der nächsten Saison Verkaufsautomaten geben. Zudem will man seitens der Berg­bahn AG Kitzbühel auch den Online-Verkauf forcieren. Bei der Flotte der Pistenmaschinen werden wieder Geräte getauscht. „Eine Pistenmaschine kostet ca. 450.000 Euro“, erzählt Prokurist Walter Astl. Auf der Resterhöhe wird noch eine Tankstelle für die Pistengeräte errichtet und diverse Arbeiten an den Pistenflächen sind geplant.
Elisabeth M. Pöll

Bild: Florian Wörgetter (Technischer Leiter der Bergbahn AG Kitzbühel), Walter Astl (Prokurist), Klaus Winkler (AR-Vorsitzender), Josef Burger (Vorstand) und Jörg Kickenweitz (Marketingleitung) präsentieren die neue Gondel für die Anlage Raintal (von links). Foto: Pöll

 
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