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20.11.2019
News  
 

Berufsorientierung für Schüler der Mittelschulen und am Gymnasium

Der Berufsorientierung für Schüler kommt immer größere Bedeutung zu. Die Neuen Mittelschulen 1 und 2 in St. Johann haben dafür unter anderem ein mittlerweile gut eingespieltes Instrument ins Leben gerufen: die Berufsinfomesse.

St. Johann  | Die mittlerweile achte Auflage der Messe sorgte erneut für Superlative, denn, wie Direktor Klaus Wechselberger (NMS2) unterstreicht: „Die Sache wächst“. Konkret präsentierten sich dieses Jahr 15 Betriebe und 13 weiterführende Schulen. Vor allem von Seiten der Wirtschaft wird die Zusammenarbeit mit den Schulpartnern geschätzt, wie WK-Obmann Klaus Lackner und Peter Seiwald erläutern.
Nach einem wahren Knick in der Kurve ist seit einigen Jahren wieder ein leichter Aufwärtstrend in den Lehrlingszahlen festzustellen. Dass die duale Ausbildung einen starken Stellenwert einnimmt, ist ein wichtiges Anliegen der Unternehmer.
Auch Bettina Ellinger von der Bildungsdirektion sieht einen erfreulichen Trend hin zu einer personalisierten Laufbahn-Beratung für jeden Schüler. Gleichzeitig lobte sie die hervorragende Arbeit, gerade der heimischen Polytechnischen Schulen. Direktor Martin Kofler (NMS 1) unterstreicht: „Die Berufsorientierung ist inzwischen ein wichtiger, großer Teil in unserem schulischen Angebot.“

Viele Angebote für die Schüler
Das zeigt sich nicht zuletzt an den vielfältigen Möglichkeiten, die die NMS St. Johann anbietet: unter anderem sind Exkursionen für die 3. Klassen zum Berufsinfotag in Kirchdorf, zur PTS St. Johann, dem Berufsfestival oder auch dem AMS vorgesehen. Für die vierten Klassen stehen Berufspraktische Tage, die Berufsinfomesse in Salzburg sowie diverse Workshops auf der Agenda.
Jährlich sichtbares Zeichen ist natürlich die große Messe, die den Schulen des Bezirkes offen steht.
Die Schülerberaterinnen Isabella Erber und Anna Höckner kümmern sich vor Ort zusätzlich um das Thema. Sie berichten vom positiven Feedback der Schüler: „Sie berichten, dass sie sich viele Informationen ganz leicht einsammeln konnten.“

Werben um Fachkräfte von morgen
Neben dem Panorama der weiterführenden Schulen legt man in St. Johann auch stets einen Schwerpunkt auf regionale Betriebe. Sie nutzen die Messe als Plattform um aufzuzeigen, welche Lehrberufe sie anzubieten haben. Denn gerade die Lehre ist ein Konzept, das international für Beachtung sorgt, ist sie doch ein stabiler Faktor, der gegen die Jugendarbeitslosigkeit wirkt. „Es sind sehr viele aufgewacht und andere Länder werden darauf aufmerksam“, schildert Peter Seiwald. Nicht nur deswegen ist es der Wirtschaftskammer ein Anliegen, den „Meister“ international auf das entsprechende akademische Level zu heben, das seinem Fachwissen und Können entspricht. Eine Lanze für den „Meister“ bricht auch St. Johanns Bürgermeister Hubert Almberger, der selbst Unternehmer ist. Gleichzeitig lobt er die Bemühungen der NMS: „Aktionen wie diese Berufsmesse sind sehr wichtig. Es ist längst fünf vor zwölf bezüglich der Situation mit den Fachkräften. Unternehmer können teilweise Arbeiten nicht mehr annehmen, weil die Leute fehlen.“
Eine Antwort der Wirtschaft ist es, verschiedene Wege aufzuzeigen, mit denen eine Lehre möglich ist. Doch auch hier ist Beratung und Information wichtig, denn: es nützt das beste Konzept nichts, wenn keiner davon weiß. Deswegen ist die Berufsorientierung entscheidend, wie Bettina Ellinger betont: „Berufsorientierung war früher nur eine ‚Randstunde‘, ist inzwischen aber ein wichtiges, wertgeschätztes Thema mit qualifizierten Pädagogen.“ Elisabeth Galehr

Welche Berufswege offen stehen, präsentierte auch das BG/BORG St. Johann seinen Schülern im Rahmen eines Infotages.
St. Johann  | Die rund 220 Schüler der 3. und 4. Klassen erhielten dabei einen Überblick, wie Direktorin Brigitta Krimbacher aufzeigt. „In diesem Alter entscheidet sich viel“, so die Direktorin. Am Gymnasium in St. Johann wurde voriges Jahr der erste Berufsinfotag durchgeführt. Auch heuer konnten sich die jungen Teilnehmer ein Bild über ihre Möglichkeiten verschaffen. Im Mittelpunkt standen nicht nur die hauseigenen Schwerpunkte der Oberstufe – Sprachen, Naturwissenschaften und Musik – sondern auch die Angebote weiterer Schulen wie z.B. der Tourismusschulen oder der HAK bzw. HTL. Berufsorientierung ist ein Gebot der Stunde, sagt Krimbacher, und: „die Eltern wünschen sich das auch von uns“. Schlaglichter auf verschiedene Berufe warf außerdem ein Gesprächsforum: die Botschafter für die  Karrieremöglichkeiten waren ehemalige Schüler des Gymnasiums bzw. Elternvertreter. Insgesamt nahmen sich 25 Referenten Zeit dafür. Ob angehender Priester, Oberleutnant, Buchhalter oder Kulturmanager: die verschiedensten Laufbahnen wurden den Schülern dabei näher gebracht. Die Teilnehmer durften sich jeweils vier Stationen für das Berufsgespräch aussuchen. Ergänzend zum Projekttag informiert das Gymnasium darüber hinaus auch bei einem Infoabend, bei Schnuppertagen oder einem Tag der offenen Tür. Auch dem Thema Lehre verschließt man sich nicht – schließlich besteht ja auch die Möglichkeit zur Lehre nach der Matura. Elisabeth Galehr

WK-Obmann Klaus Lackner, Bgm. Hubert Almberger, Direktor Klaus Wechselberger, Schulqualitätsmanagerin Bettina Ellinger, Direktor Martin Kofler und Peter Seiwald eröffneten die Berufsinfomesse.

Reges Interesse an den verschiedenen Stationen. Fotos: Galehr

 
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