15.08.2016
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Bau wieder eingestellt

Die unendliche Geschichte rund um den ehemaligen Alpengasthof Steinplatte ist wieder um ein Kapitel reicher – die Gemeinde Waidring stellte den Bau einmal mehr ein. Zum einen aus sicherheitstechnischen Gründen, zum anderen wurde die Baugenehmigung in einigen Punkten nicht eingehalten. Bürgermeister Georg Hochfilzer attestiert dem Besitzer jedoch großes Bemühen, das Projekt doch noch hinzubekommen.

Waidring | Dort wo eigentlich die Bauarbeiten auf Hochtouren laufen sollen, herrscht seit Wochen Stillstand – auf der Baustelle des ehemaligen Alpengasthofes Steinplatte. Eigentlich sollte dort in der Ausschankhütte das Bier bereits fließen und am danebenliegenden Hotelgebäude weitergearbeitet werden – doch es rührt sich nichts. Die Hotelruine ist und bleibt weiterhin ein Dorn im Auge der Waidringer und ist auch im Gemeinderat ein Dauerthema.

Massive Sicherheitsmängel

„Wir mussten den Bau vor einigen Wochen wieder einstellen“, informiert Waidrings Bürgermeister Georg Hochfilzer, der das umstrittene Bauprojekt von seinem Vorgänger buchstäblich „geerbt“ hat. Wie der Kitzbüheler Anzeiger mehrfach berichtete, soll dort eigentlich bereits ein 120-Betten-Hotel stehen. Die Gemeinde genehmigte überdies auch den Bau einer Ausschankhütte direkt daneben – doch auch dieses Gebäude ist über einen Rohbau nicht hinausgekommen. „Bei einem Lokalaugenschein mit Fachleuten haben wir massive Sicherheitsmängel an der Baustelle festgestellt, überdies weichen die Bauarbeiten vom bestehenden Baubescheid ab“, erklärt der Dorfchef. Bereits im Frühling hatte Hochfilzer ja Sicherungsarbeiten in Auftrag gegeben – mit rund 270 Metern Bauzaun wurde die Baustelle bereits abgesichert. Die Kosten dafür wurden dem bayrischen Bauherren in Rechnung gestellt.

Problem der Kosten

Nach einer weiteren Besichtigung blieb Hochfilzer nichts anderes übrig, als den Bau erneut einzustellen. Im Gemeinderat steht diese unendliche Geschichte immer wieder auf der Tagesordnung, vor allem die Frage, ob ein Abbruchbescheid erlassen werden kann, war in der Juni-Sitzung von Interesse. „Wir sind derzeit dabei zu recherchieren, wie wir einen solchen Abbruchbescheid erlassen könnten“, sagt Hochfilzer. Grundsätzlich wäre das – wie schon einmal geschehen – kein Problem, allerdings würden dann die Kosten für den Abriss bei der Gemeinde hängen bleiben. Den finanziellen Aufwand für einen solchen Abriss, schätzt Hochfilzer, liegen bei etwa 400.000 Euro. „Wir sind dabei, eine Möglichkeit zu suchen, dass, würden wir den Bescheid erlassen, die Kosten nicht bei uns hängenbleiben“, informiert Hochfilzer. Er wisse allerdings auch, dass der Besitzer des Gebäudes intensiv auf der Suche nach Investoren sei. „Er bemüht sich sehr darum, weiterbauen zu können“, attestiert Hochfilzer dem Deutschen seinen guten Willen. Besitzer Vinzenz Mitterfellner bestätigt, intensiv auf der Suche nach Investoren zu sein und auch ständig Gespräche zu führen. Er sei überdies in Dauergesprächen mit Architekten sowie Statikern, um so rasch als möglich weiterbauen zu können. Margret Klausner

 
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