Kitzbüheler Anzeiger
21.04.2023
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Bahnhofslichter sorgen für Ärger

Neun Millionen investierten die ÖBB vor zwei Jahren in die Modernisierung des Kirchberger Bahnhofs. Doch nach wie vor sorgen Mängel, wie etwa ein kaputtes WC, für Kritik.

Kirchberg | Es war ein langer Kampf bis endlich vor rund drei Jahren die Baumaschinen am Bahnhof in Kirchberg auffuhren. Um rund neun Millionen Euro wurde ein neues, barrierefreies Bahnhofsgebäude samt Wartebereich errichtet. Allerdings wurden neue WC-Anlagen erst nach der Intervention durch die Gemeinde gebaut.

Doch es ist nicht alles Gold was glänzt, wie sich zwei Jahre nach Fertigstellung zeigt. Immer wieder gibt es Beschwerden von Fahrgästen. So sei das Gebäude sehr dreckig, die Lifte würden nicht funktionieren und auch die WC-Anlage sei immer wieder geschlossen, klagen die Fahrgäste. Dass ein Teil des Bahnhofes nach wie vor im alten Zustand belassen wurde, sorgt ebenfalls für Unverständnis. Und vor allem die „Festbeleuchtung“ am und um den Bahnhof führt zu Beschwerden bei den Anrainern, deren Wohnungen die Nacht durch hell erleuchtet sind.

Die Verantwortlichen der ÖBB kennen die Probleme und sind dabei, diese auch zu lösen. „Der Lift musste aufgrund eines massiven Vandalismus-Schadens in der ersten April-Woche außer Betrieb genommen werden“, klärt ÖBB-Sprecher Christoph Gasser-Mair auf. Sollte der Lift nicht funktionieren sei in jedem Fall unverzüglich ein Techniker im Einsatz.

Reinigungsteam putzt sechs Mal wöchentlich
Die WC-Anlage musste aufgrund einer Störung im Öffnungssystem und eines Garantiefalles bei der Innenausstattung geschlossen werden. Beides sei mittlerweile instand gesetzt, die Sanitäranlage sei wieder zugänglich. „Dass die Sauberkeit in Kirchberg nicht zufriedenstellend war, tut uns leid. Ein mobiles Reinigungsteam besucht den Bahnhof an sechs Tagen pro Woche, auch sonntags. Sonderreinigungen für z.B. Glasflächen oder Lifte erfolgen in bestimmten Intervallen. Dennoch kann gerade in der Tourismus-Hochsaison mehr Müll anfallen. Der Reinigung am Bahnhof Kirchberg schenken wir insgesamt hohe Aufmerksamkeit“, betont der ÖBB-Sprecher. Was den alten Gebäudeteil angeht, sei für heuer der Umbau vorgesehen, kündigt Gasser-Mair an.

Ein besonders leidiges Thema ist jenes der Beleuchtung: „Wir haben die Beleuchtungsstärke im möglichen Ausmaß reduziert, weil uns eine gute Nachbarschaft wichtig ist. Auf der anderen Seite müssen wir allerdings auch Normen bzw. Vorgaben einhalten, was zum einen der Sicherheit unserer Fahrgäste dient. Zum anderen gewährleistet Licht auch Sicherheit im Gefahrenraum der Gleise. Daher müssen die Bahnsteige auch nachts beleuchtet sein. Außerhalb der Fahrtzeiten von Personenzügen verkehren Güterzüge oder Arbeitsmaschinen. Sie müssen wahrnehmbar und die gelbe Sicherheitslinie am Bahnsteig deutlich erkennbar sein. Licht erhöht auch das subjektive Gefühl von Sicherheit in Räumen wie einer Bahnhofshalle oder Unterführung“, klärt ÖBB-Sprecher Gasser-Mair auf.

Bürgermeister Helmut Berger freut sich, dass die ÖBB die Missstände ernst nehmen, auch den Umbau des Altbestandes sieht er positiv. Was die Beleuchtung angehe, sei schon klar, dass gesetzliche Vorgaben eingehalten werden müssen. „Allerdings sollte es möglich sein, das Licht außerhalb der Betriebszeiten von Bahn und Bus auszuschalten bzw. auf das Minimum herunterzudimmen“, setzt er sich weiter für die Anrainer ein. Margret Klausner

 
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