05.12.2022
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Badsanierung vorerst kein Thema

Die Planungen für die Sanierung des Aubades, aber auch für den Bau einer Feuerwehrzentrale werden in Fieberbrunn zwar in Angriff genommen. Ein möglicher Baubeginn ist aber nicht absehbar.

Fieberbrunn | „Bei der derzeitigen Energiepreisentwicklung und dem Finanzstand der Gemeinde wäre es fahrlässig einen Sanierungsbeschluss zu fassen“, stellt Fieberbrunns Bürgermeister Walter Astner nach der jüngsten Gemeinderatssitzung zum Thema Aubad klar. Der eigens gegründete Gemeinderatsausschuss unter Leitung von Alexander Jurescha hat die Einrichtung unter die Lupe genommen. Nach der abgeschlossenen Evaluierung des Bades – das während der Wintermonate geschlossen bleibt – steht fest, dass das Dach schwer sanierungsbedürftig, der Zustand des Bades selbst aber weniger schlimm als befürchtet ist..
Jurescha stellte daher den Antrag,  einen Grundsatzbeschluss zu fassen, dass eine Sanierung des Aubades angestrebt wird. Die Vergabe von Planungsaufträgen soll eingeleitet werden, informiert Jurescha. Für den Erhalt des Gebäudes sprach sich der Gemeinderat ja schon vor längerer Zeit aus.

Der Betrieb als Badeanstalt sollte in jedem Fall bevorzugt werden, erklärt Jurescha, obwohl der angedachte Umbau in eine Mehrzweckhalle finanziell gleich viel kosten würde wie ein erster Sanierungsschritt. Natürlich, räumen die Mitglieder des Ausschusses ein, seien nach einer Umwandlung in eine Halle geringere Betriebs- und Personalkosten zu erwarten, trotzdem würde „der Nutzen für die Gesamtbevölkerung, welcher durch ein Hallenbad zweifelsohne vorhanden ist, geschmälert“, so das Fazit des Ausschusses.
Der Gemeinderat stimmte zwar grundsätzlich einer Sanierung zu, allerdings wird das Projekt auf die lange Bank geschoben. Denn diese würde vermutlich einige Millionen kosten.
„Wir müssen hier sehr umsichtig vorgehen“, sagt Bgm. Walter Astner. Zum derzeitigen Zeitpunkt sei eine Sanierung „finanziell nicht darstellbar.“ Die Finanzlage der Gemeinde lasse ein solches Projekt derzeit einfach nicht zu, bedauert Astner. Und, so Astner, natürlich streben die Fieberbrunner eine Öffnung des Bades an, aber ob das möglich, ist eine andere Frage.

Vorerst nur Planung für neues Blaulichtzentrum
Die Sanierung des Aubades ist nur ein finanzieller Brocken, den die Gemeinde in den nächsten Jahren stemmen sollte. Ein weiteres Großprojekt, das zeitnah realisiert werden müsste, ist ein Blaulichtzentrum. Dafür gibt es inzwischen ebenfalls einen eigenen Ausschuss, der sich damit befasst.
Das derzeitige Feuerwehrhaus ist zu klein und entspricht nicht mehr den Anforderungen. Bis vor einigen Jahren gab es ja noch drei Feuerwehren im Ort – Rosenegg, Dorf und Pfaffenschwendt. Die Rosenegger sind inzwischen integriert, in Pfaffenschwendt gibt es eine Löschgruppe, die auch ein eigenes Zeughaus hat.

Ein Neubau, in dem dann auch die Bergrettung sowie das Rote Kreuz Platz finden könnten, ist angedacht. Ein Standort wäre mit dem ehemaligen Areal der Knappenstube direkt an der Hochkönig-Bundesstraße ebenfalls vorhanden. Das Grundstück gehört bereits der Gemeinde.
Doch auch hier ist finanzieller Sand im Getriebe. Astner räumt ein, dass schon seit Jahren über ein solches Projekt verhandelt wird. „Wir müssen uns aber gut überlegen, ob wir das finanziell machen können“, möchte der Dorfchef nichts versprechen. Mit den bestehenden Einnahmen jedenfalls sei es nicht möglich. „Wir können nicht einfach sagen, wir machen das mit einer Fremdfinanzierung und verschulden uns über den Hals hinaus“, stellt der Dorfchef klar. Vorerst werden die Zuständigen im Ausschuss aber zumindest an der Planung weiterarbeiten.

Dorfkernentwicklung nimmt Fahrt auf
Die anstehende Dorfkernentwicklung ist für Astner eine weitere finanzielle Herausforderung. Die Weichen für das Projekt, das mit der Regionalentwicklung realisiert werden soll, sind bereits gestellt. „Es war uns sehr wichtig, eine erfahrene und vor allem unvoreingenommene Moderatorin ins Boot zu holen. Mit Ruth Buchauer konnten wir rasch fraktionsübergreifend erste Einigungen erzielen und werden unter Einbeziehung der Mitbürger im Dorfkern umsetzbare Ergebnisse erarbeiten“, erläutert der Bürgermeister. Er wolle vorerst finanziell nichts in Aussicht stellen. „Dank der Förderung aus Mitteln der Dorferneuerung des Landes Tirol ist aber die Finanzierung der Konzeptphase gesichert“, so der Dorfchef. Margret Klausner

Bild: Das Feuerwehrhaus in Fieberbrunn ist inzwischen zu klein. Vor einigen Jahren wurde die Feuerwehr Rosenegg integriert, angdacht ist auch, dass die Pfaffenschwendter Wehr dazukommt. Foto: Hoyer

 
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