15.03.2019
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55 Lkw‘s Weiterfahrt untersagt

Seit einem Jahr gibt es inzwischen den Lkw-Kontrollplatz an der Loferer Bundesstraße in Going. In den vergangenen zwölf Monaten hagelte es 1.700 Anzeigen.

Going | Im Februar des Vorjahres ging ein großer Wunsch der Verkehrspolizei des Bezirkes in Erfüllung, als an der Loferer Bundesstraße zwischen Reischerwirt und Going ein Lkw-Kontrollplatz eröffnet wurde. Der bis dahin gut frequentierte Parkplatz war um rund 200.000 Euro für die Bedürfnisse der Polizei adaptiert worden.

Jetzt, ein Jahr später, zieht der oberste Verkehrspolizist des Bezirkes Kitzbühel, Josef Feyersinger, eine mehr als positive Bilanz. „Für uns hat sich dieser Kontrollplatz mehr als bewährt“, freut er sich. War es doch vorher zum Teil sogar mit Gefahren verbunden den Schwerverkehr zu kontrollieren, da kein Platz vorhanden war. Des öfteren passierte das dann in einer Busbucht.

Regelmäßig führen die Verkehrspolizisten zum Teil auch stundenlang Kontrollen durch. Einen Lkw genau unter die Lupe zu nehmen, dauere immerhin eine halbe bis hin zu einer Dreiviertelstunde, weiß Feyersinger. Es sei natürlich nicht damit getan, nur die Fahrzeugpapiere zu kontrollieren.

Überladung bis hin zu technischen Mängeln

Die Bilanz der Polizei kann sich sehen lassen - rund 1.700 Anzeigen wurden allein im Bereich des Kontrollplatzes im Laufe des ersten Jahres erstattet. Die Palette der Vergehen reicht dabei von Überladung bis hin zu massiven technischen Mängeln. „Insgesamt 55 Lkw‘s haben wir die Weiterfahrt untersagt“, schildert Feyersinger. Das bedeutet, dass der Fahrer erst weiterfahren durfte, nachdem er die Mängel behoben hatte.

In 246 Fällen wurden Sicherheitsleistungen einbehalten. „Diese liegen zwischen 200 und 1.000 Euro“, erklärt der Polizist. Heutzutage würde das in den meisten Fällen allerdings nicht mehr bar hinterlegt, sondern per Kreditkarte bezahlt.

Der Großteil der Beanstandungen beträfe im Übrigen die Lenk- und Ruhezeiten, die oft nicht eingehalten werden. Aber auch Alkoholdelikte kommen vor. Weniger hingegen kommen im Übrigen Übertretungen des sektoralen Fahrverbotes vor, wie Josef Feyersinger erklärt. Rund 20.000 Fahrzeuge, darunter in etwa 1.600 Lkw fahren täglich über die Loferer Bundesstraße. Oft Lkw‘s mit Kennzeichen aus dem Osten – Rumänien, Bulgarien und ähnliches. Die wenigsten davon sind unerlaubt unterwegs, viele verfügen z.B. über  Ausnahmegenehmigungen.

Erlassen wurde dieses sektorale Fahrverbot bereits im Jahr 1993. Das bedeutete das Aus für Lkw‘s, die mit nicht verderblichen Gütern wie zum Beispiel Schrott, Baustoffen, Hackschnitzeln oder auch Verpackungsmaterialien beladen sind. Ausgenommen ist der sogenannte Ziel- und Quellverkehr – also jene Lkw‘s, die diese Güter aus den anliegenden Bezirken anlieferten oder abführten. Für die Polizei hat sich dieser „Arbeitsplatz“ in jedem Fall als Segen entpuppt.
Margret Klausner

 
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