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14.12.2020
News  
 

50.675 Testkits vom Heer verteilt

Nicht nur die Gemeinden waren in der vergangenen Woche bei den Massentests gefordert – auch das Bundesheer und die Feuerwehren waren im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

St. Johann | Im Heereslogistikzentrum in St. Johann – eines der wenigen in ganz Österreich – herrschte in der vergangenen Woche besonders reges Treiben. War doch das Zentrum die Versorgungsdrehscheibe für die Massentests in Tirol.
Bereits Mitte vergangener Woche trafen die ersten Lieferungen an Schutzausrüstung und Test-Kits in der im Volksmund genannten Heeresversorgungsanstalt im St. Johanner Ortsteil Oberhofen ein. 600.000 Test-Kits hat das Bundesheer für die Testung in Tirol angekauft, die von St. Johann aus weiter geliefert wurden.
„Hier, im Heereslogistikzentrum, stellen wir die Pakete an Test-Kits, Schutzausrüstung und Scanner für die Gemeinden zusammen“, beschrieb Kommandant Major Thomas Preissler den weiteren Ablauf. Die Gemeinden konnten ihre Pakete in vier Kasernen in Tirol und in St. Johann in Empfang nehmen. Über 130 Paletten mit Material galt es vorerst zu lagern und dann für die Gemeinden aufzuteilen, informierte der stellvertretende „zivile“ Leiter der Einrichtung, Georg Simair.

Normalerweise ist das Heereslogistikzentrum St. Johann u.a. für die Wartung und Instandsetzung der Feldküchen sowie der gesamten Feldkoch- und Alpingeräte zuständig. Im hauseigenen Tischlerbetrieb werden zudem Möbel für das Bundesheer angefertigt. Außerdem sind dort alle jene Dinge – von Skiern bis zum Anzug – gelagert, die für die alpinen Einsätze benötigt werden.
Mit der Verteilung der Test-Kits für die Bezirke Kitzbühel und Kufstein hatten die Mitarbeiter eine weitere Herausforderung zu bewältigen – von sechs Uhr früh bis zum späten Abend wurden Kartons gesichtet und die notwendigen Test-Kits samt Zubehör zusammengestellt.

Zwei Trupps als Reserve in der Kaserne
Zur Ausgabe war dann auch der stellvertretende Militärkommandant von Tirol, Oberst Gerhard Pfeifer, vor Ort. „Wir selbst haben ja mit diesen Tests schon gute Erfahrungen gemacht“, erklärte Pfeifer. Für die Massentests in Tirol waren weitere 37 Unterstützungsteams des Bundesheeres im Einsatz. Auch in der Kaserne in St. Johann sowie im Logstikzentrum standen zwei Truppen mit jeweils bis zu sechs Personen als Reserve bereit, die einsprangen, wenn in den Gemeinden Not am Mann war. Natürlich war ein Teil dieses Trupps auch medizinisch geschult, um auch Tests abnehmen zu können.

Feuerwehren übernahmen Zustellung
Eine wichtige Rolle kam in diesem Zusammenhang auch den 25 Feuerwehren im Bezirk zu. Sie waren für die Verteilung der notwendigen Materialien in den Gemeinden zuständig. Im 15 Minuten-Takt fuhren daher am vergangenen Donnerstag die Feuerwehrfahrzeuge vor dem Logistikzentrum vor und holten die Test-Kits ab. In St. Johann lagerten im Übrigen nicht nur jene für den Bezirk Kitzbühel, sondern auch für Kufstein. Am Montag wurden ebenfalls nach einem genauen Zeitplan, die nicht benötigten Tests zurückgebracht.
„Das war natürlich auch für uns alles andere als eine alltägliche Situation“, betont Bezirksfeuerwehrkommandant Martin Mitterer, der gemeinsam seinen Abschnittskommandanten einen ausgeklügelten Zeitplan aufgestellt hat. „Wichtig war ja die Einhaltung der für die Tests notwendigen Temperaturen, die zwischen sechs und 20 Grad betragen müssen. Daher war auch die richtige Umlagerung von den geheizten Autos in die Räumlichkeiten der jeweiligen Gemeinden wichtig“, betont Mitterer. Doch nicht nur für die Abholung der jeweiligen Tests waren die Feuerwehren zuständig, sie führten in vielen Gemeinden auch die Ordneraufgaben durch. Margret Klausner

Bilder: Feuerwehrmitglieder, wie hier jene aus Hopfgarten, waren für den Transport der Tests und des notwendigen Zubehörs zuständig und holten die Waren im Heereslogistikzentrum in St. Johann ab. 

Der stellvertretende Militärkommandant von Tirol, Oberst Gerhard Pfeifer aus Kirchberg, beim Lokalaugenschein in St. Johann. Fotos: Klausner

 
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