Kitzbüheler Anzeiger
06.02.2023
News  
 

337 neue Betriebe im Bezirk

Selbst von diversen Krisen ließ sich der Gründergeist im Bezirk Kitzbühel nicht einbremsen: Im abgelaufenen Jahr wurden 337 neue Unternehmen registriert.

Bezirk | Dabei ist der Blick auf die Sparten besonders interessant. Der überwiegende Teil an neuen Unternehmen zählt mit 159 Eintragungen zur Kategorie Gewerbe und Handwerk, gefolgt von der Sparte „Information und Consulting“ mit 70 Gründungen. Auf den Handel entfallen 69 der neuen Unternehmen, 37 zählen zu „Tourismus und Freizeitwirtschaft“, zwei zu „Transport und Verkehr“.

Auch tirolweit sprechen die Zahlen für sich. Exakt 3.164 Neugründer – inklusive der selbständigen Personenbetreuer – wagten 2022 den Sprung in die Selbständigkeit. Das sind mehr als 260 neue Unternehmen pro Monat in Tirol. Der Spartenmix der „Neuen“ im Lande zeigt auch hier einen Löwenanteil für Gewerbe und Handwerk, gefolgt vom Handel.  
Dominik Jenewein, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Tirol, begrüßt die Entwicklung: „Es ist bemerkenswert, dass wir in wirtschaftlich so herausfordernden Zeiten eine so hohe Anzahl an Gründungen haben. Krisenzeiten sind auch Gründerzeiten. Das zeigt auch, dass wir unseren Unternehmern hier in Tirol die richtigen Rahmenbedingungen, eine hohe Lebensqualität und Vertrauen in die gute Wirtschaftsstruktur bieten.“

Flexibilität ist wichtiges Motiv
Eine wichtige Kennzahl ist in Tirol erfreulich hoch. Über zwei Drittel der neugegründeten Unternehmen sind nach fünf Jahren immer noch tätig, das liegt deutlich über dem österreichischen Durchschnitt.
Das stärkste Motiv für Gründer, den Schritt zum eigenen Unternehmen zu wagen, ist mit knapp 72 Prozent „die Flexibilität in der eigenen Zeit- und Lebensgestaltung“, die diese Entscheidung mit sich bringt. „Knapp 70 Prozent wollen die Verantwortung, die sie als Angestellte tragen, ins eigene Unternehmen einbringen und 69 Prozent wollen ihre eigene Chefin bzw. ihr eigner Chef sein“, erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft. „Veränderung ist für uns die einzige Konstante. In der Krise passieren viele Umbrüche. Und Umbrüche sind die besten Zeiten, um neue Wege zu gehen und in sein eigenes Unternehmen zu investieren.“

Wirtschaft ist weiblich
Auch der Anteil an Frauen, die sich selbständig machen, ist wieder gestiegen: 51,5 Prozent (Vergleich 2021: 48,4 Prozent) der Gründer sind weiblich. „Tirols Gründer stürzen sich nicht unvorbereitet in die Selbständigkeit, sie sammeln zuvor Praxiserfahrung im Beruf, wie das Durchschnittsalter von 37,3 Jahren 2022 deutlich macht“, erklärt der Landesvorsitzende.
Wichtigste Servicestellen für den Unternehmensstart bleiben die Beratungsleistungen des Gründerservice der Tiroler Wirtschaftskammer und die WK-Bezirksstellen. 2022 wurden 7.447 Beratungen verzeichnet. „Optimale Planung und gezielte Vorbereitung sind Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Unternehmensstart. Die Tiroler Wirtschaftskammer bietet professionelle Unterstützung an“, erläutert  Dominik Jenewein. gale/KA

Bild: Im Bezirk Kitzbühel wurden vergangenes Jahr 337 neue Firmen gegründet, tirolweit waren es 3.164. Montage: Kitzbüheler Anzeiger

 
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