25.02.2020
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200 neue Betten für Hochfilzen

Im Ortsteil „Unterwarming“ laufen die Planungen für ein 200-Betten-Hotel im obersten Segment auf Hochtouren. Die Gemeinde steht hinter dem Projekt, das Raumordnungskonzept liegt bereits vor.

Hochfilzen |  „Zweitwohnsitze kommen für uns in keinem Fall in Frage!“ – auf das geplante Projekt im Ortsteil „Unterwarming“ angesprochen, vertritt Hochfilzens Dorfchef Konrad Walk eine klare Meinung. Hotelbetten hingegen wären nicht nur sein Wunsch, sondern würden für den ganzen Ort einen weiteren Aufschwung bedeuten.
Die heutige Biathlon-Hochburg war über Jahrzehnte dank des Magnesit-Werks ein Industriedorf. Während in den Nachbargemeinden die touristische Entwicklung massiv voranschritt, legten die Hochfilzner ihren Fokus auf Gewerbe und Industrie.
Vor allem in den letzten Jahren hat sich das aber massiv geändert. Mit der Entwicklung des Biathlon-Zentrums wurden auch immer mehr Gäste in den Grenzort gelockt. Der Biathlon-Pfad ist ebenfalls bereits ein Erfolgsprojekt. Das „Schneeloch“ Hochfilzen verfügt den ganzen Winter über gut präparierte Loipen und zwei Skigebiete liegen ebenfalls in unmittelbarer Nähe. Kein Wunder also, dass immer mehr Gäste kommen, der Ort aber schlicht und ergreifend über zu wenige Gästebetten verfügt.

Hochfilzener lehnen Chaletdorf vehement ab
„In den letzten Jahren sind die Nächtigungszahlen kontinuierlich angestiegen“, freut sichBürgermeister Konrad Walk. Seit einigen Jahren steht daher der Wunsch nach einem weiteren Hotel ganz oben auf der Wunschliste der Gemeinde. Projekte werden schon seit einigen Jahren immer wieder vorgelegt. Vor drei Jahren war die Rede vom Bau eines Chaletdorfs mit mehr als 20 Chalets im Ortsteil Warming. Inzwischen ist die Idee vom Tisch, da auch die Gemeinde kein Interesse daran hat, so mögliche Zweitwohnsitze zu schaffen.
Doch inzwischen geht es um den Bau eines Hoteldorfes. Von 204 Betten spricht der Bürgermeister. Es geht auch Richtung eines Fünf-Sterne-Betriebs. Die Gründe stehen zur Verfügung, Gespräche mit Investoren gibt es bereits. Walk hat übrigens auch kein Problem mit einem Investorenmodell, solange der Betrieb als Hotel geführt wird.

Der Gemeinderat hat zwar inzwischen das Raumordnungskonzept abgesegnet, doch das Land Tirol hat eine ablehnende Stellungnahme abgegeben. Die Hochfilzner haben inzwischen nachgebessert. Demnach muss es einen Raumordnungsvertrag geben. Die Gründe dürfen z.B. nur nach Zustimmung des Gemeinderates verkauft werden. Es muss überdies in jedem Fall ein Hotel gebaut werden. „Wir werden selbstverständlich alles daran setzen, dass mit den Grundstücken nicht spekuliert wird“, betont Walk, der aber mit seinem gesamten Gemeinderat hinter dem Hotelprojekt steht. Er hofft natürlich, dass es baldmöglichst grünes Licht für das Raumordnungskonzept gibt, damit weiter geplant werden kann. Wann mit dem Bau begonnen werden kann, das kann Walk nicht sagen. Es wäre unseriös, hier einen Zeitraum zu nennen, betont der Dorfchef. Margret Klausner

Die Gemeinde Hochfilzen war über Jahrzehnte als reiner Industrieort bekannt. Doch sie möchte den Tourismus forcieren und hofft auf den Bau eines neuen Hotels. Foto: Kitzbüheler Alpen/Pillerseetal

 
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