10.11.2018
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20 Jahre e5-Gemeinden

Das e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden feiert sein 20-jähriges Bestehen. Es steht damit den Tiroler Gemeinden für alle Energiefragen ein ausgeklügeltes Programm zur Verfügung, das von der Erhebung des energetischen Ist-Zustandes der Gemeinde über die Erarbeitung von energieeffizienzsteigernden Maßnahmen bis hin zu Weiterbildung, Öffentlichkeitsarbeit und der Unterstützung bei Förderansuchen reicht. 50 Tiroler Gemeinden nehmen derzeit am Programm teil, drei davon aus dem Bezirk Kitzbühel.

Innsbruck | „Mit der Entscheidung, dem e5-Programm beizutreten, unterstreichen Gemeinden nunmehr seit zwei Jahrzehnten ihre Bemühungen, die Energieeffizienz zu erhöhen und verstärkt erneuerbare Energien einzusetzen. Gemeinsam arbeiten wir so an der Erreichung der Energie­unabhängigkeit Tirols“, würdigt LHStv Josef Geisler den unverzichtbaren Beitrag der Gemeinden. Und dies durchaus erfolgreich: „Fast die Hälfte der Tiroler Bevölkerung lebt in einer e5-Gemeinde. Mit bisher etwa 700 umgesetzten Maßnahmen können wir gemeinsam mit den e5-Gemeinden im Tiroler Energiebereich wirklich etwas bewirken. So werden beispielsweise die Hälfte aller Energieberatungen von Energie Tirol in e5-Gemeinden durchgeführt und 200 der 300 bisher umgesetzten Solaranlagen-Checks wurden in e5-Gemeinden in Anspruch genommen“, freut sich Geisler. Bis zum Jahr 2050 will Tirol seinen Energiebedarf halbieren und die Energieversorgung auf heimische, erneuerbare Energieträger umstellen.

„Auch im Mobilitätsbereich können die e5-Gemeinden punkten. 15 von insgesamt 22 E-Carsharing-Angeboten in Tirol sind in e5-Gemeinden entstanden, mit über 16 Prozent besitzen auch überdurchschnittlich viele Menschen in e5-Gemeinden ein ÖV-Jahresticket und in 16 energieeffizienten Gemeinden sind als Zusatz zum Linienverkehr Rufbussysteme mit freiwilligen Fahrern unterwegs. Es freut mich, dass die neuen e5-Gemeinden auch von den positiven Erfahrungen und Projekten aus dem e5-Netzwerk profitieren können,“ sagt LH-Stv.in Ingrid Felipe.

Erfahrene Energie-Gemeinden

Bei der e5-Gala wurden heuer nicht nur 14 von insgesamt 50 Gemeinden für die erfolgreiche Umsetzung von Energieeffizienz-Maßnahmen mit weiteren e‘s ausgezeichnet, sondern auch das 20-jährige Jubiläum gefeiert. Dabei wurde auf die vergangenen 20 Jahre zurückgeblickt, mit den Gründungsvätern über die Entstehungsgeschichte philosophiert und mit dem Anschnitt des Geburtstagskuchens die Party eröffnet.

Die Geschäftsführung von Energie Tirol, Bruno Oberhuber und Sigrid Thomaser, freut sich unisono: „Im Ländle geboren, erkannten auch wir Tiroler schnell das Potenzial hinter e5 und haben uns kurzerhand eingeklinkt. So stehen wir den Tiroler Gemeinden nun seit zwei Jahrzehnten dabei zur Seite, ihre energietechnischen Kräfte zu heben und konkrete Maßnahmen umzusetzen. Seither ist viel passiert und auch in der nächsten Zukunft, die geprägt sein wird von Energie- und Klimaschutzmaßnahmen, warten große Herausforderungen auf Tirols Gemeinden. Wir freuen uns schon, diese gemeinsam anzugehen.“

St. Johann startet erfolgreich ins e5-Programm

Neueinsteiger-St. Johann (ee) konnte im ersten Anlauf jeweils 2 e’s erreichen und überzeugte die Jury mit einem E-Auto zum Teilen, welches in der neuen Begegnungszone ganz besonders auf die anderen Verkehrs­teilnehmerInnen achtet.

Aktiv für eine lebenswerte  Energiezukunft

Ziel des e5-Aktionsprogramms – Österreichs Bundes- und Landesprogramm für energiebewusste Gemeinden – ist es, Energieprozesse zu modernisieren, Energie effizienter und intelligenter zu nutzen und klimaschonende, erneuerbare Energieträger vermehrt einzusetzen. Auch die BürgerInnen der jeweiligen Gemeinden sollen optimal in die Realisierung der jeweiligen Projekte eingebunden werden.

e5-Gemeinden bestimmen Energiebeauftragte, um bürgernah und auf kommunaler Ebene nachhaltige Themenbereiche wie Energie-Checks, Energiebuchhaltung, Hauswarteschulungen und Beratung für Energieerzeugung zu beleben. Bewertet werden die e5-Gemeinden ähnlich dem „Hauben Prinzip“ bei Restaurants: Im Rahmen einer internen Evaluierung werden die Gemeinden je nach Umsetzungsgrad der geplanten und möglichen Maßnahmen bewertet und mit einem bis fünf e´s ausgezeichnet. KA/poe

Bild: DI Bruno Oberhuber, GF Energie Tirol, LH-Stv.in Ingrid Felipe, St. Johanns Bürgermeister Stefan Seiwald sowie die Vertreter der Marktgemeinde Maria Strele, Susanne Hartrumpf, Alois Foidl, Elisabeth Pali und Elfriede Klingler, e5-Betreuerin der Gemeinde St. Johann sowie LHStv Josef Geisler (v.l.) freuen sich über das zweite e. Foto: Energie Tirol/Lachsgrau

 
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