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Kitzbüheler Anzeiger
Generali Open 2026

Die Turnier-Veranstalter Herbert Günther (r.) und Markus Bodner (l.) sowie Finalist Alexander Bublik freuten sich über den Premierensieg von Quentin Halys.

Zwei Wochen Spitzentennis begeisterten Kitzbühel

Sechs französische Spieler hatten in den vergangenen 43 Jahren das Endspiel des Kitzbüheler Tennisturniers erreicht – gewonnen hatte bis dahin keiner. Quentin Halys schrieb nun Geschichte: Der Franzose bezwang Titelverteidiger Alexander Bublik mit 6:4 und 7:6 und sicherte sich bei seinem erst zweiten Finaleinzug den ersten Titel auf der ATP Tour.

„Ich war nervös, schließlich habe ich mein letztes Finale vor zwei Jahren gespielt. Man hat nicht jede Woche die Chance, in einem Finale zu stehen. Deshalb wollte ich alles geben“, sagte der neue Turniersieger. „Jetzt bin ich einfach glücklich, dass ich der erste französische Spieler seit sehr, sehr langer Zeit bin, der hier gewinnen konnte. Ich weiß ja, wie erfolgreich die Franzosen hier im Skifahren sind.“

Generali Open 2026

Die Sieger im Doppel: Marc Polmans und Lucas Miedler.

Furioser Heimsieg im Doppel
Bereits vor dem Einzelfinale hatten Lucas Miedler und sein australischer Partner Marc Polmans für österreichischen Jubel gesorgt. Nur wenige Tage nach ihrem gemeinsamen Titelgewinn in Gstaad setzten sie ihren Erfolgslauf fort. Im Finale ließen sie dem deutschen Duo Jakob Schnaitter und Mark Wallner beim 6:2, 6:2 keine Chance.

Für Miedler war es bereits der dritte Titel in der Gamsstadt. Besonders in Erinnerung blieb ihm das dramatische Zweitrundenmatch, das er mit Polmans erst im Match-Tiebreak mit 14:12 für sich entschieden hatte. „Es gibt nichts Vergleichbares. Allein dieses Zweitrundenmatch, das wir mit 14:12 doch noch überstanden haben – die Atmosphäre, die dabei auf dem Platz entstanden ist, war unbeschreiblich“, schwärmte der Niederösterreicher.

An die im Finale unterlegenen Schnaitter und Wallner gerichtet, fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu: „Ihr seid zwei meiner besten Freunde auf der Tour, deshalb ist es immer schwierig, gegeneinander zu spielen. Wir haben es heute aber sehr gut gelöst. Ich hoffe, ihr seid uns nicht ganz so böse – aber zu Hause zu gewinnen, fühlt sich einfach sehr gut an.“

„Wir ziehen ein sehr positives Resümee. Die Tennisfans haben eine große Party gefeiert. Die Stimmung war großartig.“

Alexander Antonitsch, Turnierdirektor

Generali Open 2026

Die gesamte Turnierwoche herrschte beste Stimmung

Volle Tribünen und großartige Stimmung
Auch abseits der sportlichen Entscheidungen ziehen die Veranstalter eine äußerst positive Bilanz. Erstmals bestand das Kitzbüheler Tennisfestival aus zwei Turnierwochen: Auf die Premiere des WTA-125-Damenturniers folgte die 82. Auflage des ATP-250-Turniers. Während der Herrenwoche strömten rund 51.500 Besucherinnen und Besucher auf die Anlage.

Von Donnerstag bis Samstag war der Center Court ausverkauft. Auch am Mittwoch waren nur noch knapp 100 Karten erhältlich. Zeitweise verfolgten zusätzlich mehr als 1.000 Fans die Begegnungen auf den Außenplätzen oder genossen das Geschehen auf dem Veranstaltungsgelände. „Wir ziehen nach der 82. Auflage ein sehr positives Resümee“, erklärte Turnierdirektor Alexander Antonitsch.

„Wir sind glücklich mit dem Wetter – nach dem vergangenen Jahr hatte der Wettergott einiges gutzumachen. Die Tennisfans haben hier eine große Party gefeiert, die Stimmung war großartig.“

Einziger sportlicher Wermutstropfen war das frühe Ausscheiden der österreichischen Spieler im Einzel. „Ein Österreicher im Viertelfinale wäre natürlich großartig gewesen“, räumte Antonitsch ein.

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