Zum Inhalt springen
badgebadge
Job AnzeigerImpulsTrendig MagazinServus
Kitzbüheler Anzeiger
WKO 2026 Ehrungen Gruppe (1 von 2)
Prosit Neujahr: WK-Obmann Hermann Huber (4.v.l.) und Präsidentin Barbara Thaler (4.v.r.) begrüßten Bgm. Klaus Winkler LA Claudia Hagsteiner, LA Katrin Brugger sowie WK-Vizedirektor Gregor Leitner, BH Michael Berger und Bezikrsstellenleiter Balthasar Exenberger.

Zusammen: mehr steht im Mittelpunkt

Seine „Neujahrs-Premiere“ feierte WK-Obmann Hermann Huber kürzlich beim alljährlichen Empfang der WK zum Jahreswechsel. Gemeinsam mit Präsidentin Barbara Thaler präsentierte er die Arbeitsschwerpunkte für 2026. Im Rahmen ihrer Rede vor dem Plenum nahm Barbara Thaler auch Stellung zur Situation der Wirtschaftskammer selbst: „Wenn wir von anderen Reformen fordern, dürfen wir uns selbst davon nicht ausnehmen. Wir hatten einen ruppigen November, viele Diskussionen und viele Schlagzeilen.“ Sie sehe Kritik nicht als Angriff, sondern als Auftrag, so Thaler, und: „Wir stellen alles auf den Prüfstand: Struktur, Finanzierung und Services. Ziel ist weniger Komplexität und mehr Nutzen für die Mitglieder.“

Kampagne bei der Gala ausgerollt

Die kommenden Monate stehen unter dem großen Schirm des neuen Mottos „Zusammen:mehr – Wertschätzung für Wertschöpfung“. Eine entsprechende Kampagne wurde im Laufe der großen Gala offiziell ausgerollt. Unter dem Stichwort „Zusammen:mehr“ sollen die Leistungen der heimischen Wirtschaft vor den Vorhang geholt werden. Dazu Thaler: „Die Leistungen der Unternehmen verdienen wieder mehr Wertschätzung. Sie investieren fünf Milliarden Euro pro Jahr, bilden 10.000 Lehrlinge aus und zahlen 21 Milliarden Euro an Löhnen aus.“ „Zusammen: mehr“ umfasst aber auch eines der Hauptthemen, die in der Bezirksarbeit der Wirtschaftskammer Kitzbühel eine große Rolle spielen werden: die Freizeitwohnsitz-Debatte.

Freizeitwohnsitze als Wirtschaftsgröße

Wie der Anzeiger bereits berichtete, ließ die Wirtschaftskammer Kitzbühel kürzlich eine GAW-Studie zur Wertschöpfung von Freizeitwohnsitzen aktualisieren. Die wichtigsten Kennzahlen daraus: „Freizeitwohnsitze haben im Jahr 2024 rund 192,3 Mio. Euro zur regionalen Wertschöpfung im Bezirk Kitzbühel beigetragen. Der Beschäftigungseffekt lag bei 1.758 Arbeitsplätzen, die Lohnsumme bei 75,1 Mio. Euro“, wie Obmann Hermann Huber neuerlich betonte. Die reinen Effekte aus Immobilienverkäufen sind übrigens in dieser Zahl nicht inbegriffen. Die wirtschaftliche Dimension des kontroversen Themas ist damit erheblich. Die Stoßrichtung der Wirtschaftskammer Kitzbühel steht fest: „Wir müssen hier Emotionen rausnehmen und Fakten kommunizieren“, sagt Huber. „Es geht nicht darum, Illegales reinzuwaschen“, betonen Bezirksobmann und Präsidentin nachdrücklich. Vielmehr wolle man der Politik einen Fingerzeig geben. Die Kammer als Interessensvertretung wolle auf eine Verbesserung der gesetzlichen Situation hinwirken.

Augenmerk auf die Lehrlinge

Das Thema Lehrlinge war und ist ein bedeutendes für die WK Kitzbühel. Zahlreiche Lehrlingsmessen und weitere Initiativen zeugen davon. In diesem Bereich stellte Hermann Huber eine Neuausrichtung der Förderungslinie in Aussicht: „Weniger Gießkanne ist angesagt.“ Vielmehr wolle man die Veranstaltungen prüfen und nach ihrem Output gewichten. Erfolgreiche Formate werden demnach verstärkt unterstützt. Geplant ist unter anderem ein Berufs-Shuttle für Schüler der 4. Klassen der Mittelschulen, um direkte Einblicke in Betriebe zu ermöglichen. Auch die Lehre nach der Matura bleibt ein wichtiger Bestandteil der regionalen Ausbildungsarbeit. Huber ist außerdem das Thema Infrastruktur ein Anliegen. Aus Sicht der Wirtschaftskammer braucht es künftig in Sachen Baustellen eine bessere Abstimmung, frühzeitige Information der Betriebe sowie Bauarbeiten außerhalb der Hauptverkehrszeiten, wo dies möglich ist. In einzelnen Fällen konnten hier durch Gespräche bereits Erfolge erzielt werden.

Suche