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Kitzbüheler Anzeiger
a_HB Kitzb_Stefan Ritter, Georg Ritter, Elisabeth Mayer, Klaus Ritter, Maria Fäth, Andi Luxner, Christl Planer, Florian Moser, Daniela Lapper, Giovanni Ferrandes und Lea Kitzbichler_02_2026_Riegel

Begeistern das Publikum: Stefan Ritter, Georg Ritter, Elisabeth Mayer, Klaus Ritter, Maria Fäth, Andi Luxner, Christl Planer, Florian Moser, Daniela Lapper, Giovanni Ferrandes und Lea Kitzbichler (von links).

Wenn das Glück ein wenig zu viel wird

Eindrucksvoll startete die Heimatbühne Kitzbühel ins neue Jahr. Im Kolpinghaus feierte das Stück „Zu wenig und zu viel“ Premiere und traf mit seiner Mischung aus Humor und Tiefgang den Nerv des Publikums.

Obmann Stefan Ritter begrüßte die Gäste und zeigte sich im Namen des Vereins höchst erfreut über das volle Haus. Da es seit einigen Jahren keine Premieren mehr im Dezember gibt, habe der Start ins neue Jahr eine besondere Bedeutung. In seinen Worten erinnerte er auch an den ehemaligen Hausherrn Friedhelm Capellari, der kürzlich die Bühne des Lebens verlassen hat, und hieß zugleich dessen Nachfolger Martin Gogel herzlich willkommen.

Geschrieben wurde die Komödie „Zu wenig und zu viel“ von Peter Landstorfer. Bereits 2004 wurde sie mit denselben drei Vagabunden in Kitzbühel auf die Bühne gebracht.

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Das Glück erscheint den 3 Vagabunden.

Dünkel, Werk und Optima sind mit ihrem Leben unzufrieden. Ihnen ist alles zu wenig und so machen sie sich auf die Suche nach dem Glück, ohne zu ahnen, dass dieses schnell zur nächsten Herausforderung wird.

Vagabunden auf der Suche nach dem Glück
Der Beginn führt die drei an einen Brunnen, wo Dünkel im Traum erfahren hat, dass sie dort ihr Glück finden werden. Dieses begegnet ihnen schließlich in Gestalt eines alten Mannes. Dünkel möchte etwas sein, Werk sucht einen guten Job und Optima hätte gerne einen reichen, schönen Mann. Das Glück zeigt ihnen vier Welten, aus denen sie wählen dürfen, jedoch ohne Möglichkeit zur Rückkehr.

Von der Bauernstube bis zur feinen Gesellschaft
In den wechselnden Welten erleben die Vagabunden Arbeitseifer in der Bauernstube, ehrgeizige Pläne in der Schmiede und schließlich ein scheinbar perfektes Leben in vornehmer Gesellschaft. Besonders viel Gelächter erntet die Szene um eine geplante Bavaria von Kitzbühel mit geköpfter Gams statt Löwen sowie die Auftritte in der dritten Welt mit Butler, Dienstmädchen, Fabrikant und einer exzentrischen Madame, die französische Küche fordert und das Personal an seine Grenzen bringt.

Das Glück erscheint immer wieder in neuen Rollen und mahnt, dass es kein Zurück gibt. Doch auch Wohlstand, Ansehen und Genuss bringen keine dauerhafte Zufriedenheit. Zu viel wird schnell ebenso belastend wie zu wenig.

Musikalische Akzente, überraschendes Ende
Erstmals wird das Stück musikalisch begleitet. Die junge Lea Kitzbichler sitzt mit ihrer „Zugin“ lässig am Bühnenrand und verleiht der Inszenierung eine frische, moderne Note. Schnelle Rollenwechsel, pointierte Dialoge und viele liebevolle Details machen den Abend kurzweilig und sehr authentisch.

Am Ende stellt sich die Frage, in welcher der Welten die drei Vagabunden schließlich landen und ob das Glück doch noch eine unerwartete Wendung bereithält. Zwischen Überfluss und Mangel, Wunsch und Wirklichkeit entfaltet sich eine Auflösung, die zum Schmunzeln bringt und zugleich zum Nachdenken anregt. Das Stück hält dem Publikum augenzwinkernd den Spiegel vor und zeigt, dass Zufriedenheit oft dort beginnt, wo man sie am wenigsten erwartet.

Zum Abschluss zeigte sich Obmann Stefan Ritter beinahe sprachlos. Die vergangenen Wochen seien intensiv gewesen, die Schauspieler waren nicht oft zu Hause. Sein Dank galt besonders Georg Ritter für das Forcieren der Neuauflage, Klaus Ritter für den Bühnenbau sowie den musikalischen Impulsen, auch bereits zu Beginn durch Elia und Gidi Ritter.

Gidi und Elia Ritter stimmen auf den Abend ein

Termine für weitere Aufführungen

Weitere unterhaltsame wie tiefgründige Theaterabende gibt es am 9., 15., 22. und 29. Jänner, am 2., 6., 19. und 26. Februar sowie am 5., 13. und 21. März, jeweils um 20 Uhr im Kolpinghaus Kitzbühel.