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Kitzbüheler Anzeiger
a_Verkehr_Stau_06_2026_fusser
Lokalaugenschein mit Michael Wallner (Stadtpolizei), Stadtrat Hermann Huber, Ludwig Götzendorfer (TVB), Christian Wörister (KitzSki), Markus Rettenwander (Bauamt), Florian Wörgötter (KitzSki).

Weniger Stau durch mehr Maßnahmen

Alle Jahre wieder: In der Zeit zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag sowie – etwas abgeschwächt – zu den Faschingswochen im Februar wird Kitzbühel vom Verkehr sprichwörtlich überrollt.

Hauptsächlich am Vormittag und am späteren Nachmittag, wenn die Skiurlauber die Hahnenkammbahn anfahren bzw. wieder verlassen, Skibusse und Hotel-Taxis unterwegs sind und sich – neben dem Werksverkehr – auch die Nicht-Skifahrer auf der Suche nach einem Parkplatz mit ihren Autos einen Weg durch die ohnehin überlasteten Straßen bahnen. Dazu der Stau, der sich am ÖBB-Bahnübergang in beide Richtungen bildet, sobald sich die Schranken senken und ein Zug einfährt. Allesamt Szenarien, die ein Verkehrs-
chaos hervorrufen. Und zwar derart, dass teilweise gar nichts mehr geht, wie nicht nur Verkehrsstadtrat Hermann Huber weiß.

„Wir gehen einen Weg der vielen kleinen Schritte. In den Weihnachtsferien ist das ganz große Chaos ausgeblieben.“

Verkehrsstadtrat Hermann Huber

Um der Lage Herr zu werden, setzt Kitzbühel auf Maßnahmen, die alle Jahre weiterentwickelt werden. Großen Spielraum hat man dabei allerdings nicht, dessen sind sich die Verantwortlichen wohl bewusst. „Neue Kreuzungen oder Straßen können wir nicht bauen“, erklärt Huber mit Blick auf das historisch gewachsene Straßennetz der Gamsstadt. „Wir gehen den Weg der vielen kleinen Schritte, die auch in Summe viel bewirken können.“ Heuer sei das ganz große Chaos ausgeblieben, obwohl gleich viele Menschen in der Stadt gewesen seien, wie zu den Feiertagen in den vergangenen drei Jahren, das ergaben die Abwasseranalysen.

Minikreisel seit 2015

Den Beginn markierte das Jahr 2015, als der Minikreisel an der Kreuzung Franz-Reisch-Straße/Klostergasse eingeführt sowie die temporäre Einbahn Richtung Klostergasse beendet wurde. Weitere Beispiele für die baulichen Maßnahmen der vergangenen zehn Jahre führt der Leiter der städtischen Tiefbauabteilung Markus Rettenwander an: Die sogenannte Chizzo-Kurve wurde ausgebaut sowie ein Schutzweg zum Eingang Stadtpark errichtet. In der Jochbergerstraße wurden die Fahrbahnspuren begradigt, die Kurvenradien an der Kreuzung Hammerschmiedstraße angepasst und die Parkplätze vor der Rosen Apotheke umgebaut sowie Poller im Gehsteigbereich der Spängler Bank installiert.

Security mit mehr Kompetenzen

Heuer neu: Die Security-Mitarbeiter eines privaten Ordnerdienstes wurden erstmals mit mehr Kompetenzen ausgestattet und arbeiteten eng mit der Stadt- und Bundespolizei zusammen. „Dabei handelte es sich um geschultes Verkehrspersonal, das an der Kreuzung Josef-Herold-Straße/Klostergasse eingesetzt war“, schildern Huber und Stadtpolizeichef Michael Wallner.

LED-Tafeln geben Park-Infos

Kitzbühel setzt außerdem mit vereinten Kräften auf die frühzeitige Information der Autofahrer, zumal der Verkehrszufluss zur Hahnenkammbahn beträchtlich ist. Beim vergangenen Dezember habe es sich, den Angaben von Bergbahn-Vorstand Christian Wörister zufolge, um den bestbesuchten in der Geschichte der Bergbahn Kitzbühel gehandelt. „Mit 300.000 Erstzutritten im gesamten KitzSki-Gebiet sowie allein 8.000 Zutritten an der Hahnenkammbahn am 28. Dezember“, freut sich Wörister.

An den Stadteinfahrten werden Wintersportler erstmals über die großflächigen LED-Anzeigetafeln des Tourismusverbandes auf die aktuelle Parkplatzsituation hingewiesen. „Sind die Parkplätze voll, werden gleichzeitig die Alternativen, etwa in Kirchberg oder Jochberg, angezeigt“, schildert Ludwig Götzendorfer (Kitzbühel Tourismus), der die Infos der Bergbahn auf den Tafeln freischaltet. Auskünfte über die Zahl der verfügbaren Stellplätze seien außerdem über die KitzSki-App abrufbar, ergänzt Wörister.

„Bis zu 30 Minuten Parken ist am Hahnenkamm-Parkplatz kostenlos. Das Ticket muss nicht entwertet werden.“

Stadtpolizeichef Michael Wallner

Für mehr Sicherheit vor dem ÖBB-Bahnübergang im Bereich der Hahnenkamm-Talstation – ein absoluter Hotspot im innerstädtischen Verkehr – werden schon zu den Faschingsferien neue Poller sorgen, die das Befahren der Taxi-Bucht verhindern.

Neue Poller entschärfen Hotspot Taxi-Bucht

Taxi-Standplätze seien ausreichend unterhalb der Bahn vorhanden, erklärt Markus Wallner. Der Stadtpolizeichef appelliert außerdem, von den Kiss & Ride-Möglichkeiten am Hahnenkamm-Parkplatz Gebrauch zu machen. Eltern, die ihre Kinder zur Hahnenkamm-Bahn bringen, sollen auf den Parkplatz fahren. „Sie können dort 30 Minuten kostenlos parken und müssen zum Ausfahren nicht einmal das Ticket entwerten.“

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