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Kitzbüheler Anzeiger

Wem gehört die Straße?

Margret Klausner
Diskutiert wird in der Redaktionssitzung des Anzeigers öfter. Doch selten ging es so hitzig her wie beim Thema der Woche: den Radwegprojekten im Bezirk. Einig waren sich alle – Radfahrer wie Nicht-Radfahrer – dass der Ausbau von Radwegen in der Region notwendig ist, auch wenn er viel Geld kostet.

Dass Radfahrer nach wie vor in vielen Bereichen gezwungenermaßen auf die Straße ausweichen müssen, brachte das Blut des einen oder anderen in der Runde allerdings ordentlich in Wallung. Stichwort Rennradler: Auch sie müssen auf die Straße, weil sich dort nun einmal vernünftig trainieren lässt.

Und plötzlich war sie da, die Frage aller Fragen: Wem gehört die Straße eigentlich? Autofahrer ärgern sich über Radfahrer, die selbst bei dichtem Verkehr auf der Bundesstraße unterwegs sind. Und wie viele Autofahrer wissen tatsächlich, dass bereits zwei Radfahrer eine Trainingsgruppe bilden und deshalb nebeneinander fahren dürfen? Aber auch die andere Seite muss sich fragen lassen: Denken Radfahrer an die Probleme der Autofahrer? Oder fahren sie nach dem Motto: „Der Autofahrer muss aufpassen, ich bin schließlich der Schwächere“?

Also: Wer hat nun eigentlich recht?
Unsere Antwort nach einer hitzigen Diskussion: Keiner!

Denn ist wirklich jede Autofahrt unverzichtbar? Und ist jede Trainingsfahrt mit dem Rennrad zwingend notwendig? Diese Frage muss wohl jeder für sich selbst beantworten. Unser Fazit aus der Diskussion ist trotzdem ein einfaches: Es braucht mehr Rücksichtnahme. Von den Autofahrern – und von den Radfahrern.

Das ist meine Meinung zu diesem Thema:

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