
Walde-Buch bringt 5,8 Kilo auf die Waage
Er ist der Meister monumentaler Schnee- und Berglandschaften sowie sinnlicher Körperdarstellungen: Der Kitzbüheler Alfons Walde zählt zu den bedeutendsten österreichischen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Mit der jüngst erschienenen Monografie samt Werkverzeichnis – mehr als 4.000 Katalognummern – wird dem 1958 verstorbenen Ausnahmekünstler zum ersten Mal ein umfassendes Nachschlagewerk gewidmet. Biografie, Ausstellungsverzeichnis und alphabetische Register der Werktitel ergänzen den Band.
Auf 1.080 Seiten haben der Kunsthistoriker Gert Ammann, ehemaliger Direktor des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum Innsbruck, sowie Michael Berger-Walde, Enkel und Nachlassverwalter des Künstlers, im Zeitraum von acht Jahren Teil für Teil in mühevoller Kleinarbeit zusammengetragen und wissenschaftlich aufgearbeitet.
Die beiden Autoren geben Aufschluss über Leben und Werdegang des Künstlers sowie eine umfassende Betrachtung des Gesamtwerks. Mit dessen Oevre setzt sich Gert Ammann bereits seit 50 Jahren auseinander. 1975 habe er eine große Walde-Ausstellung anlässlich der Olympischen Winterspiele in Innsbruck (1976) vorbereitet, schildert er den Zuhörern in Museum Kitzbühel. Sein erstes Buch über Alfons Walde sei 1981 erschienen und basiere teils auf „intensiven Gesprächen“ mit dessen Schwester Berta Walde.
Mit dem neuen und einzigartigen Nachschlagewerk über Alfons Walde sei Großes entstanden – darüber waren sich die Autoren und Herausgeber sowie Museumsdirektor Wido Sieberer und Stadtchef Klaus Winkler einig.
