Wirtschaft
Von Pflänzchen, die mit Optimisimus wachsen

Es soll ja Menschen geben, die keinen grünen Daumen besitzen und am liebsten Kakteen geschenkt bekommen, die normalerweise unter Extrembedingungen gedeihen, mit nur einem Tropfen Wasser in fünf Jahren. Solche Menschen würden sich wünschen, dass ihre Pflanzen rein mit der Kraft des Optimismus wachsen, denn einen liebevollen Blick für das zarte Grün hat dann doch jeder übrig.
Das Verrückte ist: Manche Dinge können tatsächlich wachsen, wenn man nur fest genug daran glaubt. Unsere Wirtschaft zum Beispiel.
Klar, auch Unternehmen sind dem unerbittlichen Spiel von Angebot und Nachfrage unterworfen. Selbst kleine, regionale Betriebe leiden mit, wenn auf der politischen Weltbühne wieder Rambo gespielt wird. Und dennoch: Wenn man festes Vertrauen darauf hat, dass es wieder besser wird, dann wird es auch besser. Das ist eine Frage der Psychologie. Die aktuellen Konjunkturdaten weisen schon wieder in eine etwas positivere Richtung. Die Zahl der Pessimisten nimmt ab, die Weichen Richtung Aufwärtstrend sind langsam gestellt. Für das Jahr 2026 rechnet die Wirtschaftskammer Tirol mit einem realen Wachstum von rund 1,5 Prozent. Das klingt doch schon mal nicht schlecht. Den Zusatz: „... wenn keine weiteren geopolitischen Verwerfungen auftreten“ muss man sich halt mitdenken. Die sind leider mittlerweile im Alltag angekommen, um zu bleiben.
Das aber beweist ja schon, dass die Welt eh von alleine schlechter wird. Besser wird sie nur, wenn alle zusammenhalten und das Beste im Blick behalten. Das hilft dann übrigens nicht nur dem Gesamtgefüge, es tut auch viel für einen persönlich, denn wer Gutes sieht, wird auch Gutes erfahren.