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Kitzbüheler Anzeiger

Verlangen unsere Top-Hotels zu wenig Geld?

Die brandaktuelle ÖHV-Studie (Östertreichische Hotelvereinigung) weist die Region Kitzbüheler Alpen hinter dem Zillertal landesweit als nächtigungsstarke Region auf Platz zwei aus. Bei wichtigen Kennzahlen mit hoher touristischer  Relevanz verliert die Region aber deutlich.

So ziehen der Kaiserwinkel mit 64,2% und die Region Wilder Kaiser (58,1%) in Punkto Bettenauslastung  – in der Vier- und Fünfstern Hotellerie – deutlich an den Kitzbüheler Alpen (49,1%) vorbei. Auch bei der Aufenthaltsdauer verliert die Region (4,5 Tage) im Vergleich zu Kaiserwinkel (5,6),  Zillertal (5,1), Wilder Kaiser (5,0) und Zell am See/Kaprun (4,8). Natürlich befindet sich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer österreichweit im Sinkflug. Unter den Ferienregionen des Landes verlieren jedoch die Kitzbüheler Alpen überdurchschnittlich an Boden. 

Kitzbüheler Alpen: ungünstige Kennzahlen

Und bei der für die Banken wichtigen Kennzahl bezüglich Vollbelegungstage, zeigen die Topbeherbergungsbetriebe deutlich Schwächen. Einmal mehr behauptet der Kaiserwinkel mit 234 Vollbelegungstagen als Spitzenreiter seine gute Marktposition, vor dem Zillertal (223), Wilder Kaiser (212) und Zell am See/Kaprun (192). Deutlich abgschlagen die Top-Hotellerie in den Kitzbüheler Alpen mit lediglich 179 Vollbelegungstagen.

Ebenso bilden die Kitzbüheler Alpen bezüglich eines Umsatzvergleiches (pro Bett und Jahr) mit 5.330 Euro das Schlusslicht: Spitzenreiter – richtig – der Kaiserwinkel (€ 6.122 ) vor dem Zillertal (€ 5.694) und Zell am See/Kaprun ( € 5.572). Konsequenterweise bleibt die Region auch im Beherberbungserlös pro Zimmer mit 59 Euro hinter dem Zillertal (€ 72) und der Region Wilder Kaiser (€ 65).

„Wenn also gleich viel Gäste wie vor zehn Jahren die Region besuchen, die Aufenthaltsdauer sinkt und weniger Geld ausgegeben wird, braucht es klare Zielsetzungen,“ verdeutlicht Thomas Reisenzahn, ÖHV-GF und gebürtiger Kitzbüheler die Notwendigkeit des Internet: „Gerade der Tourismus ist der Gewinner im e-commerce. Ausserdem kann mit dem Internet punktgenau entgegen gesteuert werden. Zum Zweiten – angesichts dieses Zahlenmaterials –  braucht es unter den Hotelliers wohl auch mehr Mut zur progressiven Preisgestaltung!“
Christoph Hirnschall
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