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Kitzbüheler Anzeiger

Verantwortung beginnt beim Helm

Margret Klausner

Die Statistik zeigt seit Jahren ein klares Bild: Die Unfallzahlen auf den Pisten steigen, die Verletzungen werden schwerer, und die Unfallambulanzen sind vor allem in der Hochsaison stark belastet.

Dass heute nicht nur fast alle Kinder, sondern auch der Großteil der Erwachsenen auf Skipisten mit Helm unterwegs ist, ist ein Erfolg konsequenter Aufklärungsarbeit. Der Skihelm ist auf der Piste längst zur Selbstverständlichkeit geworden. Gleichzeitig wird jedoch die Gefahr auf den Rodelbahnen nach wie vor unterschätzt. Gerade dort kommt es immer wieder zu dramatischen Unfällen – meist sind die Betroffenen ohne Helm unterwegs.

Der Vorstoß der Liste Fritz ist sehr positiv, greift aber zu kurz. Eine Helmpflicht sollte nicht nur für Kinder und Jugendliche gelten, sondern auch für Erwachsene – und zwar nicht nur auf der Skipiste, sondern ebenso auf Rodelbahnen und sogar auf Eislaufplätzen. Dass das Land Tirol als Ski-Land Nummer eins hier in der Gesetzgebung hinterherhinkt, ist ein Armutszeugnis. Während in fast allen anderen Bundesländern klare Vorgaben gelten, wird hierzulande noch immer diskutiert und geprüft. Das mag begründet sein, ist aus Sicht der Unfallprävention jedoch schwer nachvollziehbar. Ein Gesetz allein verhindert natürlich keine Unfälle. Auch die Frage, wer eine solche Regelung kontrollieren soll, muss geklärt werden. Den Berg-
bahnen ist es jedenfalls nicht zuzumuten, zusätzlich als Kontrollorgan zu fungieren.

Der Helm schützt Leben, verhindert Leid und erspart schwere Schicksalsschläge. Wer ihn trägt, übernimmt Verantwortung – für sich selbst und für andere. Vielleicht ist es an der Zeit, diese Verantwortung nicht länger dem Zufall zu überlassen.

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