
Die Gewinner 2025 mit Moderator Gregor Bloeb. Foto: Oss
Tirolissimos wurden verliehen
Der Tiroler Landespreis für Werbung, der „Tirolissimo“, wurde kürzlich verliehen. Aus 328 Einreichungen nominierten zwölf internationale Fachleute 56 Arbeiten in 20 Kategorien. Am Ende standen 17 Gewinner fest, die die Trophäe in Händen halten durften – ein letztes Mal in dieser Art und Weise. Denn ab 2027 soll der Award neue Wege gehen. In welcher Form, das ist noch offen.
Website und Einladung unter den Siegern
Das Stichwort Form führt auch gleich zur diesjährigen Festbühne zurück. Unter den 17 Preisträgern sind auch zwei Projekte aus dem Bezirk Kitzbühel vertreten. So holte die Kössener Agentur Woitatscher in der Kategorie „Singleshot“ den Sieg für die Einladungsgestaltung Eröffnung Bildungszentrums. „Da kommt ein Schulheft an. Was ist das? Eine wunderschön gestaltete Einladung. Wohin lädt das Schulheft ein? In das Bildungszentrum Kössen. Das passt“, lautete das Urteil der Jury.
Die neue Website von Hanel Ingenieure gewann in der Kategorie Website – in Anerkennung für die außergewöhnliche Verbindung von Ingenieurskunst, architektonischem Verständnis und digitaler Kommunikation. Umgesetzt wurde die Seite von der Agentur Plural.
„Wir kommen aus der Welt der Lasten und Wirkkräfte. Unser Maßstab ist der Zusammenhalt auf jeder Ebene, sagt Carlo Chiavistrelli.
Seine Tochter Carolina ergänzt: „Was digital sichtbar wird, spiegelt auch unsere reale Arbeitswelt wider. Denn auch in unserem Bürohaus leben wir diese Haltung – es beinhaltet weit mehr als Bauwesen, Statik und Architektur. Es ist ein lebendiges Ökosystem. Hier wird Wandel nicht verordnet, er wird gestaltet – von Menschen, die etwas geben: Gestaltende und Impulsgebende, die das Denken in Bewegung bringen. Mit dem Tirolissimo würdigte die Jury nicht nur die Qualität der Umsetzung, sondern auch die konsequente inhaltliche Linie eines Tiroler Ingenieurbüros, das Wandel aktiv vorantreibt– mit Verstand, Haltung und Gestaltungswillen.
Beim letzten Tirolissimo seiner Art wurde „Bierol“ übrigens zum Kunden des Jahres gekürt. Über die Zukunft der Branche sprach Kurt Höretzeder, Obmann der Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation (WKT): „Die KI zwingt uns Kreative nicht dazu, überflüssig zu werden – sie zwingt uns dazu, besser zu werden. Menschlicher, mutiger und origineller. Gerade weil Algorithmen das Naheliegende liefern, liegt unsere Stärke darin, die überraschenden Haken zu schlagen, die keiner Logik folgen. Das ist der digitale Humanismus von morgen – und unsere Aufgabe als Kreative.“