
Wirtschaft
Tirol hat neuen Gründerrekord
Mit 3.285 Neugründungen (exklusive selbstständige Personenbetreuer) wurde in Tirol im Jahr 2025 ein neuer Rekordwert erreicht. Zum Vergleich: 2024 wurden 2.980 und 2023 insgesamt 3.114 neue Unternehmen gegründet.
Die Gründer werden jünger
Auffällig ist der anhaltende Trend zu immer jüngeren Unternehmensgründern. Das Durchschnittsalter sank 2025 auf 36,5 Jahre (2024: 36,9 Jahre; 2023: 37,0 Jahre). Der Frauenanteil in der Rechtsform Einzelunternehmen liegt bei 47,8 Prozent. Die ermittelte Bestandsdauer von neu gegründeten Unternehmen ist hoch: „Wir als Junge Wirtschaft freuen uns über viele neue Mitglieder, die wir mit unserem Netzwerk unterstützen dürfen, denn genau dafür sind wir da: zu unterstützen und zu servicieren. Unsere Gründer werden jünger und entscheiden sich bewusst für eine Selbstständigkeit als Chance auf Eigenverantwortung und Gestaltungsspielraum. Dass mehr als zwei Drittel der Neugründungen auch nach fünf Jahren erfolgreich am Markt sind, zeigt die hohe Qualität des Tiroler Unternehmertums und liegt klar über dem österreichweiten Schnitt“, erklärt Stefan Monitzer, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Tirol.
Verteilung nach Sparten
Den größten Anteil an den Neugründungen verzeichnete erneut die Sparte Gewerbe und Handwerk mit 38,2 Prozent, auch wenn dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückging. Dahinter folgt der Handel, der seinen Anteil auf 25,1 Prozent steigern konnte. Ebenfalls zugelegt hat der Bereich Information und Consulting, auf den mittlerweile 19,9 Prozent aller Neugründungen entfallen. Die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft macht 12 Prozent aus.
Warum wird man Unternehmer?
Mehr als 70 Prozent der Gründer gaben an, durch flexiblere Zeit- und Lebensgestaltung motiviert zu sein. Gleichzeitig wollen knapp 70 Prozent ihre berufliche Eigenverantwortung stärker wahrnehmen und ihre Ideen als eigene Chefin oder eigener Chef umsetzen und 65 Prozent ihr Einkommen steigern. Unternehmensgründungen in Tirol haben eine weitreichende volkswirtschaftliche Bedeutung. Im eigenen Bundesland entstehen dadurch weitere 41 Cent an Wertschöpfung. Rechnet man die Auswirkungen in den übrigen Bundesländern mit ein, steigt der gesamtösterreichische Effekt auf insgesamt 73 Cent zusätzlicher Wertschöpfung je Euro – ausgelöst durch Tiroler Gründungen. Auch am Arbeitsmarkt zeigen sich deutliche Impulse: Neugründungen schaffen in Tirol direkt rund 4.400 Arbeitsplätze und machen damit 1,02 Prozent aller Erwerbstätigen aus.