
Wirtschaft
Rekordjahr für leistbares Wohnen in Tirol
Die Tiroler Wohnbauförderung blickt im Jahr 2025 auf eine eindrucksvolle Bilanz zurück: Insgesamt wurden 235 Millionen Euro in Neubauprojekte investiert. Der Erwerb von gebrauchten Wohnungen wurde mit rund 10 Millionen Euro unterstützt. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2024 rund 7,4 Millionen Euro. Über 43 Millionen Euro wurden in Form von Wohn- und Mietzinsbeihilfen gewährt – eine gezielte Unterstützungsleistung des Landes für Haushalte, die beim Grundbedürfnis Wohnen finanziell besonders gefordert sind. Für über 25.300 Sanierungen wurden rund 123 Millionen Euro aufgewandt. Im Jahr 2024 waren es noch 24.300 Sanierungen, die mit insgesamt 99 Millionen Euro gefördert wurden. Weitere 23 Millionen Euro wurden im Jahr 2025 in die Förderung von umwelt- und energiebewusste Maßnahmen – etwa Photovoltaik-Anlagen, umweltschonende Heizsysteme oder Dachbegrünungen – investiert.
Trotz hoher Baukosten, hohen Zinsen und einer bundesweit schwachen Konjunktur investiert Tirol weiterhin kräftig: Mit einem ausgelösten Bauvolumen von insgesamt 1.156 Millionen Euro im Bereich Neubau und Sanierung wurde 2025 ein wesentlicher Impuls für die heimische Bauwirtschaft gesetzt. „Die Wohnbauförderung wirkt damit nicht nur sozial- und klimapolitisch, sondern auch als wichtiger Motor für Konjunktur und Beschäftigung in Tirol“, erklärt LHStv Philip Wohlgemuth.
Die Ergebnisse der Wohnbedarfsstudie zeigen: Neben dem Neubau spielt die Aktivierung von ungenutztem oder leerstehendem Wohnraum eine zentrale Rolle. Vor diesem Hintergrund wurde die Studie „Zukunft Wohnen Tirol 2035“ gestartet. Sie wird von der neu eingerichteten Servicestelle Wohnen koordiniert und wissenschaftlich in Kooperation mit der geoLIT GmbH, einem Spin-Off der Universität Innsbruck, umgesetzt. Ziel der Studie ist es, eine Vision für das Wohnen von morgen zu entwickeln und ein gemeinsam getragenes Leitbild für die Wohnbau-, Raumordnungs- und Bodenpolitik in Tirol zu schaffen. Dabei sollen alle relevanten Akteure – von Landesabteilungen über Städte und Gemeinden bis hin zu Interessensvertretungen – eingebunden werden.
Wohnbauförderung im Bezirk Kitzbühel
Die Bilanz der Wohnbauförderung im Bezirk Kitzbühel fällt für das abgelaufene Jahr umfangreich aus: In den Neubau flossen 11,28 Millionen Euro, für Sanierung: 10,62 Millionen Euro investiert. Der Erwerb machte 400.000 Euro aus, Beihilfen insgesamt 2,18 Millionen Euro. In Umwelt- und energiebewusste Maßnahmen wurden 1,72 Millionen Euro investiert. Abschließend betont Wohlgemuth: „Bei der Wohnbauförderung wird es keine Kürzungen geben. Wir werden auch in den nächsten beiden Jahren die notwendigen Mittel investieren. Es sollen unter anderem rund 3.000 neue Wohneinheiten entstehen.“

„Bei der Wohnbauförderung wird es keine Kürzungen geben. Wir werden auch in den nächsten beiden Jahren die notwendigen Mittel investieren. Es sollen unter anderem rund 3.000 neue Wohneinheiten entstehen.“
LHStv. Philip Wohlgemuth