
Positive Einsatzbilanz bei den Hahnenkamm-Rennen 2026 in Kitzbühel
Ein friedliches Sportfest mit nur wenigen Zwischenfällen – die Bilanz der Blaulichtorganisationen fällt auch heuer positiv aus. „Für die Größe der Veranstaltung halten sich die Vorfälle auf sehr niedrigem Niveau“, betont Bezirkspolizeichef Martin Reisenzein.
Es gab einige Körperverletzungen und Diebstähle und auch heuer versuchten Betrüger sich mit illegalen Ticketverkäufen zu bereichern. Zudem wurden zwei Anzeigen wegen illegaler Drohnenflüge im Veranstaltungsbereich registriert.
In der Nacht auf Sonntag eskalierte jedoch ein Streit in einem Kitzbüheler Lokal. Ein 26-jähriger Italiener schlug dabei einem anderen Gast ein Glas auf den Kopf und verletzte ihn. Nach seiner Flucht wurde er kurz darauf von der Polizei festgenommen. Dabei leistete er Widerstand und verletzte einen Beamten an der Hand. Der Mann wurde auf freiem Fuß angezeigt.
110 Patienten versorgt
Beim Ambulanzdienst waren insgesamt knapp mehr als 160 – großteils ehrenamtliche – Sanitäter:innen bzw. Notfallsanitäter:innen und 6 Notärzt:innen im Einsatz, verteilt über das gesamte Rennwochenende. Die Zusammenarbeit zwischen dem Österreichischen Roten Kreuz (Bezirksstelle Kitzbühel) und den übrigen Einsatz- bzw. Partnerorganisationen sowie dem Veranstalter hat erwartungsgemäß wieder ausgezeichnet funktioniert. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir die meisten Mitarbeiter:innen aus dem eigenen Bezirk stellen konnten. Das Bezirksrettungskommando Kitzbühel, das für den Ambulanzdienst verantwortlich zeichnet, wurde außerdem von Kolleg:innen des RK Kufstein und RK Schwaz, dem Landesverband Salzburg, vertreten durch das RK Pinzgau, und dem Samariterbund Tirol unterstützt. Die Kollegen der ÖAMTC-Flugrettung haben ihre Flugzeit verlängert, um noch bei zwei weiteren Einsätzen zu unterstützen.
Die Anzahl der Versorgungen liegt in Summe bei 110, davon gab es 45 Abtransporte. Dies entspricht in etwa den Zahlen aus den Vorjahren. In Summe verlief der Ambulanzdienst, vor allem wenn man die große Zuschaueranzahl berücksichtigt, ruhig. „Die umsichtigen Vorkehrungen im Stadtbereich (Firma Rass & Dorner) erleichterten den Rettungskräften die Arbeit, es herrschte allseits gute Stimmung“, so Ambulanzdienstleiter Markus Krenn vom Roten Kreuz Kitzbühel.
Verlorene und gefundene Gegenstände konnten im Lost & Found des Roten Kreuzes vor Ort abgeben werden: Es wurden 29 Gegenstände gefunden, 36 Gegenstände verloren. Einige Fundstücke konnten bereits wieder ihren Besitzern zurückgegeben werden. Alle nicht abgeholten Fundsachen werden vonseiten des RK an das örtliche Fundamt übergeben. Zu den Fundsachen gehören vorwiegend Geldtaschen, Ausweise und Schlüssel, aber auch einige Handys sind dabei.
Wie bereits im Vorjahr erfolgte die Anreise der Einsatzkräfte zum Einsatzort mit den ÖBB. Durch die örtlichen Gegebenheiten bzw. Lage der RK-Bezirksstelle Kitzbühel ist diese eine tolle und ökologisch nachhaltige Gelegenheit, um die große Anzahl der eingesetzten Rettungskräfte zum Einsatzort zu befördern.




