
Im Winter und im Sommer konnten die Nächtigungen in allen Orten von Kitzbühel Tourismus gesteigert werden.
Plus bei Nächtigungen und Ankünften
Mit einem Nächtigungsplus von 3,4 Prozent – es wurden gesamt 995.112 Übernachtungen erzielt– ist das Tourismusjahr 2025 positiv verlaufen“, freut sich Viktoria Veider-Walser. Die Direktorin von Kitzbühel Tourismus hebt die Zunahme von 2,7 Prozent im Winter sowie jene von 4,3 Prozent im Sommer hervor. Im Vergleich dazu liegt das Nächtigungsplus (2025) im Tirol-Durchschnitt bei 1,7 Prozent und im Österreich-Durchschnitt bei 1,9 Prozent.
Zulegen konnten alle vier Orte im Verbandsgebiet, vor allem Kitzbühel, wo sich u. a. die Mehr-Betten (Grand Tirolia, Henry Hotel) positiv auf die Statistik ausgewirkt haben.
Rund 800 Betten eingebüßt
Die Zahl der Ankünfte hat gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um erfreuliche 3,9 Prozent zugenommen (plus 290.237 Gäste).Nächtigungsstärkster Monat ist der Februar (15,4 %), gefolgt von Jänner (14,0 %) sowie August (12,2 %). Der Hauptanteil der Gäste stammt aus Deutschland (43,6 %) und Österreich (17,7 %). Einen Anteil von 3,8 % machen US-Amerikaner aus. Kleiner Wermutstropfen: Die Aufenthaltsdauer ist von 3,8 auf 3,7 Tage leicht gesunken.
Entwicklungspotenzial sieht Veider-Walser in den Strukturen. „Wir sind Bettenverlierer“, erklärt sie in der Vollversammlung und präzisiert: „Im Winter 2012/13 hatten wir 9.082 Betten, jetzt sind es nur noch 8.250.“ Einen ähnlichen Verlauf zeigt die Struktur im Sommer: Von den 8.721 Gästebetten im Sommer 2012 waren 2025 nur noch 7.867 übrig. „Ein deutlicher Betten-Zuwachs in der Drei-Stern-Kategorie wäre sehr wünschenswert.“
„Die kalten Betten aus gewerblichen Ferienwohnungen sind ungenützte Ressourcen.“
Viktoria Veider-Walser, Direktorin Kitzbühel Tourismus
Handlungsbedarf sieht die Direktorin in der Auslastung, insbesonders bei den „kalten Betten“ im Bereich der gewerblichen Ferienwohnungen.
Mehr Belebung der Randzeiten
Angestrebt wird weiters eine Belebung der Vor- und Nachsaison. „Im Vergleich zum Vorjahr hatten wir heuer weniger Öffnungstage im Mai und Oktober. Wir sollten gemeinsam an der Attraktivierung der Randzeiten arbeiten“, erklärt Veider-Walser und führt als Beispiel den Mai 2025 an, in dem 47 von 54 Betrieben geöffnet waren. „Das hat einen Verlust von 10.000 Nächtigungen mit sich gebracht.“ Die gute Nachricht: In der Preisentwicklung liegt Kitzbühel 130 Euro über dem Durchschnitt und auf Platz zwei hinter Lech.