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Kitzbüheler Anzeiger
ChatGPT Image 21. Sept. 2025, 17_29_18

Neun Prozent weniger Privatinsolvenzen

Trotz eines deutlichen Anstiegs bei den Lebenserhaltungskosten sank im abgelaufenen Jahr die Anzahl der eröffneten Schuldenregulierungsverfahren in Tirol um 9 Prozent. Im Jahr 2025 verzeichnete der KSV1870 insgesamt 610 eröffnete Privatinsolvenzen in Tirol. Damit sank das Insolvenzniveau – im Vergleich zum Vorjahr und in Relation zu allen anderen Bundesländern – in Tirol am stärksten. Über das gesamte Bundesgebiet hinweg betrachtet, bewegte sich in der KSV1870-Insolvenzstatistik wenig (+0,2 Prozent).

„Aufholbedarf bei Beratung“

Klaus Schaller, Leiter des KSV1870 in Innsbruck, hat die Situation im Detail analysiert: „Es gibt keinen Zweifel, dass die in vielen Bereichen des täglichen Lebens steigende Preise viele Tiroler Haushalte an ihre wirtschaftliche Grenze bringen. Die Anzahl der hochverschuldeten Privatpersonen ist in den letzten Monaten in unserem Bundesland nicht geringer geworden. Das Gegenteil ist sogar der Fall und würde man deshalb vermuten, dass dieser Trend zu einem Anstieg der Zahl der Privatinsolvenzverfahren führen müsste. Das Insolvenzniveau hängt aber nicht ausschließlich von der Zahl der zahlungsunfähig gewordenen Privatpersonen ab. Ein ganz wesentlicher Faktor für die Anzahl jener, die im Rahmen eines Schuldenregulierungsverfahrens einen finanziellen Neustart anstreben können, ist das zur Verfügung stehende Beratungsangebot der entsprechenden Stellen. Und in diesem Bereich gibt es dringenden Aufholbedarf.“

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