Zum Inhalt springen
Job AnzeigerImpulsTrendig MagazinServus
Kitzbüheler Anzeiger
a_Bahnhof__Schwarzsee2_2025_fusser

Busbucht, Verkehrsinsel, Zebrasteifen: Lokalaugenschein in der Schwarzseestraße mit Verkehrsstadtrat Hermann Huber, der sich über die neuen Maßnahmen zufrieden zeigt. Er hat noch weitere Maßnahmen am Plan.

Neue Zonen für Kreuzung am Schwarzsee

Es fehlt nur noch ein brauchbarer Radständer im Bereich des Bahnhofs, dann ist soweit alles erledigt.“ Bei einem Lokalaugenschein an der Kreuzung von ÖBB-Haltestelle und Schwarzseestraße ist der Kitzbüheler Verkehrsstadtrat Hermann Huber sichtlich zufrieden.

Tauziehen um Busbucht

Wie mehrfach berichtet, erneuerten und modernisierten die ÖBB in den vergangenen Jahren den kleinen Bahnhof Schwarzsee um rund 2,7 Millionen Euro. Im Zuge der Bauarbeiten waren auch langwierige Verhandlungen mit der Stadtgemeinde Kitzbühel einher gegangen. Im Tauziehen zwischen Kitzbühel und den ÖBB ging es u. a. um die Schaffung einer Busbucht. „Wir wollten unbedingt, dass die Stadtbuslinie an die ÖBB-Haltestelle angebunden wird“, erläutert Huber, der in diesem Bereich gemeinsam mit Markus Rettenwander, Leiter der Abteilung Tiefbau in der Stadt Kitzbühel, schon vor Jahren Handlungsbedarf festgestellt hatte.

Verkehrssicherheit erhöht

Mit den ÖBB fand sich offenbar ein Kompromiss: Die Baustelle im Kreuzungsbereich wurde im Spätsommer eingerichtet. Entstanden sind eine Busbucht, eine Verkehrsinsel und ein Zebrastreifen. Allesamt Maßnahmen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: die verbesserte Sicherheit für Fußgänger und Verkehrsteilnehmer in diesem Bereich.
Neu errichtet wurde außerdem eine sogenannte „Kiss & Ride“-Zone der ÖBB: eine spezielle, kurzzeitige Haltezone, die zum schnellen Bringen und Abholen von Personen gedacht ist. Huber ist zufrieden: „Eine saubere Lösung, die Autofahrern erstmals das Anhalten vor dem Bahnhof erlaubt.“

Von der Verkehrsinsel erhofft er sich außerdem, dass Raser eingebremst werden. „In diesem Bereich haben wir an einem Freitagnachmittag schon Autos mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 90 km/h stadteinwärts gemessen“, sagt Huber kopfschüttelnd.

Rund 100.000 Euro ließ sich die Stadtgemeinde die neuen baulichen Maßnahmen kosten. Darin inkludiert: 100 Meter Gehsteig, der vom Kreuzungsbereich in Richtung Alpenhotel führt und von einer Reihe neu gepflanzter Jungbäume gesäumt wird.

Tages- und Kurzzeit-Tickets vorstellbar

Nun wälzt der Kitzbüheler Stadtrat schon wieder neue Pläne.

„Mit der Bürgerkarte könnten Einheimischen stark ermäßigte Parktarife angeboten werden.“

Hermann Huber, Verkehrsstadtrat in Kitzbühel

Dieses Mal betreffen sie den öffentlichen See-Parkplatz beim Stadtbad, dessen Bewirtschaftung Verkehrsstadtrat Hermann Huber künftig in Erwägung zieht. „Mit Tages- und Kurzzeit-Tickets sowie stark ermäßigten Tarifen, die Einheimische über die Bürgerkarte erhalten könnten.“ Wer für das Parken nicht bezahlen wolle, könne den Stadtbus nutzen. Dieser werde ohnehin gut angenommen, seit die Nutzung mit der Bürgerkarte kostenlos ist. Huber: „Die Parkplatz-Bewirtschaftung ist zurzeit Zukunftsmusik, aber wir arbeiten bereits daran.“