
Netzwerk für freiwilliges Engagement ist Drehscheibe im Bezirk
Eine von Freiwilligen und Schülern betriebene Pop-Up-Werkstatt gemeinsam mit der Diakonie Kirchbichl sowie ein „Sozialgutscheinsystem“, das bei regionalen Kaffeehäusern zur Anwendung kommt: Diese und viele weitere Vorhaben, wie die Fortbildungsakademie für Freiwillige, wären ohne den sogenannten Social Impact HUB (soi HUB) nicht möglich. Er ist „Innovationsraum“ für soziale Themen und freiwilliges Engagement in den Kitzbüheler Alpen. Und fungiert als Drehscheibe, bei der Ideen eingebracht und Initiativen vorangetrieben werden können.
Über die Plattform können sich Menschen, Organisationen und Gemeinden miteinander vernetzen. Ziel ist es, gemeinsam Lösungen für soziale Herausforderungen zu entwickeln – von Isolation und Armut bis hin zu Integration und Inklusion.
Pilotprojekt erhielt Staatspreis
Dass das Projekt soi HUB nicht nur in Tirol, sondern auch darüber hinaus Beachtung findet, zeigte sich kürzlich beim Freiwilligenstaatspreis. Über 200 Einreichungen wurden in verschiedenen Kategorien wie Inklusion, Generationen und Innovation gewertet. In letzterer erhielt der soi HUB den dritten Platz.
„Ein herzliches Dankeschön an alle Netzwerkpartner. Mit ihrem Engagement schaffen sie einen gesellschaftlichen Mehrwert für die ganze Region. Der Preis gilt daher den vielen Freiwilligen und Organisationen, die beim soi HUB mitwirken. Sie sind es, die diese Initiative tagtäglich aufs Neue mitgestalten".
Projektleiterin Michaela Kasper-Furtner
Kofinanziert wird der soi HUB im Rahmen des Förderprogamms LEADER von der Europäischen Union und Mitteln der Freiwilligenpartnerschaft Tirol. Neben LEADER ist es vor allem auch das Förderprogramm IBW, das den Bezirken zugutekommt. Erst kürzlich wurden wieder EU-Fördermittel durch die Landesregierung bewilligt, die direkt in die Entwicklung der ländlichen Regionen Tirols fließen. 14 Projekte werden mit mehr als 590.000 Euro an EU-Geldern unterstützt und durch Landes- und Bundesmittel ergänzt.
Eine der geförderten Initiativen betrifft das Projekt „noamol 2.0 - Kommunales Re-Use Konzept“. Dabei wird ein flächendeckendes, rechtssicheres und professionell koordiniertes Re-Use-System mit 20 Abgabestellen etabliert. Gebrauchsgegenstände werden gesammelt, geprüft, gegebenenfalls repariert und für die Wiederverwendung vorbereitet. Das Modell schafft innovative Vermarktungswege und eine nachhaltige Grundlage für die regionale Kreislaufwirtschaft.
Freiwilligenzentrum Kitzbüheler Alpen
Der soi HUB stellt die erste Plattform dieser Art in Tirol dar. Bereits 80 Organisationen und rund 150 Freiwillige sind Teil dieses Netzwerkes. Projektvorschläge für den soi HUB können telefonisch unter 0650/4301151 oder per E-Mail unter fwz.ka@foerderinfo.eu eingebracht werden. Weiters bietet das Freiwilligenzentrum Kitzbüheler Alpen die Möglichkeit, sich mit anderen Interessierten zu vernetzen und auszutauschen.