
Wirtschaft
KSV 1870: Hohe Kosten als Grund für Firmenpleiten
Der KSV1870 veröffentlichte kürzlich seine Ursachenstatistik zu den Unternehmens-
insolvenzen des Jahres 2025. Das Fazit: „Hohe Kosten verursachen jede zweite Firmenpleite“. Demnach sind bereits 47,2 Prozent aller betrieblichen Insolvenzen im abgelaufenen Jahr auf operative Ursachen zurückzuführen – das entspricht einer Steigerung von 4,9 Prozentpunkten gegenüber 2024. Dazu zählen Finanzierungsschwächen, Liquiditätsengpässe, aber auch Absatzschwächen.
Schwache Geschäftslage im Mix mit einer hohen Kostenbelastung führten, so der KSV, zu einer „gefährlichen Kombination. Zwar weisen in Österreich knapp 70 Prozent der Unternehmen nach wie vor eine solide Finanzstruktur auf, dennoch ist für viele das Ende der Fahnenstange erreicht. Sie können den Kostenberg nicht mehr bewältigen und müssen Insolvenz anmelden“, so Karl-Heinz Götze, Leiter KSV 1870 Insolvenz. Klassischer Fehlstart bei der Unternehmensgründung zählt bei rund einem Fünftel der Pleiten zu den Ursachen. Strategische Fehler stehen hinter 11,2 Prozent der Unternehmensinsolvenzen. „Unbeherrschbare Umstände“ – die in der Coronazeit ihren Höchststand hatten – nahmen weiter ab und beliefen sich auf 7,2 Prozent der Fälle.