Können wir uns noch freuen?

Eigentlich war es nur eine gut gemeinte Nachricht: Der Rotary Club sammelt Fahrräder für Menschen in der Ukraine. Doch statt Anerkennung und Zuspruch gab es auf unseren Social-Media-Kanälen zahlreiche Kommentare voller Ablehnung, Feindseligkeit und Hass. Wieder einmal stellt sich die Frage: Warum fällt es manchen Menschen so schwer, etwas Positives einfach stehen zu lassen?
Kritik ist erlaubt und wichtig. Aber warum muss sie so oft in persönliche Angriffe, Beleidigungen und Diskriminierung ausarten?
Was uns dabei zunehmend auffällt: Selbst Nachrichten, mit denen wir besondere Leistungen würdigen oder erfreuliche Ereignisse teilen wollen, bleiben von negativen Kommentaren nicht verschont. Wo eigentlich Lob und Anerkennung angebracht wären, finden sich nicht selten Neid, Missgunst und Häme.
Haben wir verlernt, uns für andere zu freuen? Jemandem einen Erfolg zu gönnen? Einfach einmal „Bravo“ zu sagen, ohne gleich das Haar in der Suppe zu suchen?