Klimaschutz: Wann handeln wir endlich?

Von Hans Kobler
Ich bin sicher kein grüner Klimaveränderungsfreak, aber die heurigen Ereignisse auf diesem Gebiet bereiten mir doch Sorgen – vornehmlich für meine Kinder, Enkel und Urenkel. Es werden ganz sicher neue Techniken, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können, erfunden werden. Doch ob diese Techniken so ausgereift sein werden, dass damit die Klimaveränderung beeinflusst werden kann, wage ich zu bezweifeln.
Gerade die letzten Jahre zeigen, dass jährlich neue Rekorde aufgestellt werden: weniger Regen/(Grund-)Wasser, wenn Regen, dann in überhöhten Ausmaßen, Waldbrände, weniger Nahrungsmittelproduktion auf den Feldern etc. Man berichtet wohl über solch Extremereignisse, aber für das wirtschaftliche Leben bringen diese nicht viel und man ist froh, wenn am nächsten Tag die Prosperität weitergeht.
Es ist schon ca. 15-20 Jahren her, als ich in einer Zeitung von einem Klima-Wissenschaftler gelesen habe, dass der Flugverkehr den Ruin bringen wird. Warum? Die beiden letzten 100 Jahre haben durch die industrielle Revolution die Luftqualität immer schlechter werden lassen. Die vielen Dampflokomotiven der Züge und die Industrie und dann auch die Verkehrsabgase, der immer größer werdenden Autoanzahl, haben auf dem Landblock des Erdballes der Luft täglich mehr geschadet. Die Verschmutzung erfolgte jedoch nur auf dem Landblock, die Weiten der Meere (Ozeane) sorgten noch dafür, dass der (West-)Wind immer wieder die schlechte Luft vom Land wegfegte. Es erfolgte ein Luftaustausch und es war alles noch im Ertragbaren. Erst wenn dies nicht mehr funktionieren sollte, würde es katastrophal werden! Damals habe ich mir nichts gedacht.
Dann kamen die Flugzeuge und die haben bewirkt, dass die Meeresgegend ebenfalls eine schlechte Luftqualität bekam. Täglich fliegen mehr Flugzeuge über jeden Flecken des Erdballs, die Erde wird mit Abgasen überhäuft. Wie ein Kokon wird die Erde mit einer undurchdringlichen Schadstoffschicht überhäuft. Ein Luft- oder Wärmeaustausch ist nicht mehr möglich. Das sagte dieser Klimatologe voraus und jetzt ist es, wie es scheint, so weit gekommen. Wir spüren die Klimaveränderung deutlich und nachhaltig. Erst jetzt, seit es schon im Umkreis (Frankreich, Spanien, Sizilien, Griechenland) brennt und tausende Erdenbürger geschützt werden müssen, „brennt der Hut“. An diesen Wissenschaftler und sein Dossier denke ich jetzt täglich.
Auch mir ist klar, dass unser Beitrag nur Schmonzes ist, so lange die großen Industrienationen (China, Indien, Amerika) die Welt weiter kaputtmachen. Aber es sollte doch endlich ein Anfang gemacht werden. Nur von höchster Stelle zu beschließen, dass in weit entfernten Jahren etwas gemacht werden soll, das möglicherweise keiner von uns erleben wird, ist eine Heuchelei.
Warum wird nicht sofort etwas, zumindest als Anfang, bei den Autorennen überlegt? Dazu zähle ich auch die Oldtimerfahrten: total unnötig und nur ein Hervorheben jener Personen, die sich solche Autos leisten können. Wem bringen diese Rennen einen Nutzen?
Über die vielen unnötigen Fernreiseziele mit den Flugzeugen und die großen Urlauberschifffahrten sollte man intensiv nachdenken; in Europa könnte man auch die Eisenbahn benützen.
Dass dabei immer jemand verlieren wird, ist klar, aber es wäre ein Anfang und wir könnten uns auf die Schulter klopfen, auch wenn es nichts bringen sollte.
Am Ende des Artikels war eine Karikatur: In einem Pfuhl standen Mann und Frau bis zum Kinn im Dreck, aber in ihren Mündern hielten sie tausende Geldscheine. Hoffentlich ergeht es uns nicht wirklich einmal so!