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Kitzbüheler Anzeiger
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Bürgermeister Klaus Winkler legte in der Jahresabschlusssitzung eine umfangreiche Bilanz vor.

Kitzbühels Stadtchef zog umfangreiche Jahresbilanz

Über 100 Seiten vollgepackt mit Informationen: Vergangene Woche berichtete Bürgermeister Klaus Winkler im Rahmen der traditionellen Abschlusssitzung über die zahlreichen Projekte, die im Laufe des vergangenen Jahres in der Stadt Kitzbühel umgesetzt wurden. Nicht nur dem Gemeinderat stand der Stadtchef dabei Rede und Antwort, auch die leitenden Mitarbeiter der Stadt nahmen an der Sitzung teil.
Neben Zahlen und Daten aus den unterschiedlichen Abteilungen informierte Winkler in seinem Jahresrückblick auch über stadteigene Institutionen wie die Stadtwerke, das Altenwohnheim und den Sportpark. Die zahlreichen Projekte, die vom Bauamt der Stadt – sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau – realisiert wurden, erhielten viel Lob.

Ein wesentlicher neuer Schwerpunkt, der im Meldeamt für ein erhöhtes Arbeitsaufkommen sorgte, war die Einführung der Bürgerkarte: Im Zeitraum von April bis Dezember wurden mehr als 6.000 Anträge gestellt. Ähnlich hoch war die Akzeptanz der Recyclingkarte, deren Einführung organisatorisch wie technisch einen erheblichen Aufwand bedeutete.

Dankesworte für die städtischen Mitarbeiter sowie die Vertreter aller relevanten Institutionen gab es nicht nur vom Stadtchef. „Es gibt viele Themen, bei denen wir nicht immer derselben Meinung sind, aber dennoch versuchen, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, um die großen Projekte, die anstehen, letztlich auch bewältigen zu können,“ betonte Winkler.
Auch die Vertreter der Fraktionen dankten den Mitarbeitern. StR.in Margit Luxner (SPÖ) betonte, dass sie niemanden herausheben wolle, da jede und jeder seinen Beitrag leiste. Grünen-Vertreter Georg Hechl legte den Fokus auf das für die Grünen zentrale Projekt, den Umbau des Stadtbades.

Wie gewohnt kritisch äußerte sich der scheidende UK-Gemeinderat Andreas Fuchs-Martschitz: „Ich würde mir für die Stadt mehr Transparenz, mehr Zusammenarbeit und eine stärkere Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in Entscheidungsprozesse wünschen – gerade das Beispiel Kellerwiese hat gezeigt, wie wichtig es ist, den Menschen frühzeitig zuzuhören.“ Für die FPÖ ergriff GR Bernhard Schwendter das Wort und sprach ebenfalls seinen Dank aus.

Wie Bürgermeister Winkler in seinem Ausblick erklärte, „steht das Jahr 2026 im Zeichen der Kostenoptimierung bei gleichzeitigem Schwerpunkt auf Infrastrukturprojekten und Sicherheit“. Auf der Agenda stehen unter anderem das Projekt Griesparkplatz, das Gewerbegebiet Gundhabing, das Bauamt Neu, die Sanierung des Stadtspitals, die Hausstattsiedlung, das Schülerheim, die Sanierung der Einsiedelei, die Dachsanierung des Sportparks, das Gesundheitszentrum mit Zahnambulatorium sowie das Altenwohnheim, wie Winkler ankündigte.

127 Baugesuche eingereicht

Rund ums Jahr herrscht im Kitzbüheler Bauamt reges Treiben. Insgesamt kümmern sich zehn Mitarbeiter um die Anliegen der Bürger. Im Jahr 2025 wurden 127 Baugesuche eingereicht. Wie Bürgermeister Klaus Winkler betonte, waren es im Jahr 2024 mit 123 Ansuchen nur geringfügig weniger als 2025.

Insgesamt wurden 112 Baubescheide erlassen, 14 Ansuchen mussten zurück- bzw. abgewiesen werden. Doch nicht nur Bauverfahren spiegeln sich in der Jahresbilanz wider: So hatten die Mitarbeiter unter anderem acht Verfahren nach dem Bau- und Ortsbildschutzgesetz abzuwickeln. Zudem wurden zehn Widmungen beschlossen, zwei Änderungen des Raumordnungskonzeptes durchgeführt und 115 Widmungsbestätigungen ausgestellt.
Auch das Thema Freizeitwohnsitze ist im Bauamt angesiedelt. Sechs Anzeigen wegen vermuteter illegaler Freizeitwohnsitznutzung gingen ein, derzeit sind 63 Verfahren anhängig. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 150 Kontrollen durchgeführt. Zwei Verfahren wurden eingestellt, in vier Fällen wurde die Nutzung der jeweiligen Immobilie untersagt, informieren die Verantwortlichen.

Neuer Posten in der Hinterstadt

Hinter der Stadtpolizei liegt ebenfalls ein arbeitsintensives Jahr. Seit einigen Wochen haben die Polizisten ein neues Dach über dem Kopf und sind nun in der Hinterstadt 4 untergebracht. In die bisherigen Räumlichkeiten im Rathaus wird künftig das Entsorgungsreferat gemeinsam mit dem Fund-
amt und dem Bürgerservice einziehen. Das Sozialreferat wird nach der Adaptierung der ehemaligen Räumlichkeiten der Stadtpolizei ebenfalls ins Rathaus übersiedeln, informierte Bürgermeister Klaus Winkler.

Wie wichtig die Arbeit der Stadtpolizei ist, zeigt sich deutlich an der Jahresbilanz: 17.059 Anzeigen wurden 2025 über die Bezirkshauptmannschaft erstattet, davon 15.751 Radaranzeigen. 1.308 Anzeigen betrafen Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung. Insgesamt wurden 3.452 Organmandate ausgestellt, dabei wurden 80.230 Euro eingehoben. Auch aus der Parkraumbewirtschaftung flossen Einnahmen in Höhe von 434.687,55 Euro. Insgesamt wurden Strafgelder in Höhe von 641.378,92 Euro eingehoben. Die Gesamteinnahmen durch die Stadtpolizei beliefen sich somit auf rund 1,2 Millionen Euro.

Radargeräte: rund 16.000 Anzeigen

Die Radarüberwachung hat sich für die Stadtgemeinde als positiv erwiesen. Seit Ende 2024 sind zwei Radargeräte im Einsatz, knapp 16.000 Anzeigen wurden bereits erstattet. Der Aufwand ist dabei übrigens sehr groß: Jeder Datensatz muss von zwei verschiedenen Beamten gesichtet werden, die Bearbeitung eines Downloads nimmt überdies rund zwei Tage in Anspruch.

„Das Jahr 2026 steht im Zeichen der Kostenoptimierung bei gleichzeitigem Schwerpunkt auf Infrastruktur und Sicherheit.“

Bürgermeister Klaus Winkler

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