Zum Inhalt springen
badgebadge
Job AnzeigerImpulsTrendig MagazinServus
Kitzbüheler Anzeiger
TVBSTJohann_AR
AR-Vorsitzender Günther Huber, Stellvertreterin Sarah Graser, Obmann-Stellvertr. Christine Lindner, Obmann Josef Grander, Obmann-Stellvr. Wolfgang Hagsteiner sowie TVB-Geschäftsführerin Martina Foidl (von links) nach der Wahl.

Josef Grander bleibt St. Johanner TVB-Obmann

Bei der Vollversammlung des Tourismusverbands St. Johann wurden Josef Grander als Obmann und Günther Huber als Aufsichtsratsvorsitzender im Amt bestätigt.

Vor der mit Spannung erwarteten Neuwahl des Aufsichtsrates berichteten Obmann Josef Grander, Geschäftsführerin Martina Foidl sowie Aufsichtsratschef Günther Huber über ein arbeitsreiches Jahr. Besonders hob Josef Grander die Pläne der St. Johanner Bergbahn hervor – beim anstehenden Neubau des Jodlalmliftes wird sich der Tourismusverband finanziell beteiligen, kündigte Grander an. Zugestimmt wurde auch einer Kapialerhöhung.

Bei den Neuwahlen standen in den Stimmgruppen erstmals seit 2005 wieder mehrere Wahlvorschläge zur Auswahl. Die Wahl, geleitet von Martin Kofler (Land Tirol), brachte eine Mischung aus bewährten und neuen Gesichtern. Josef Grander (Hotel Park, St. Johann) führt den TVB weiterhin als Obmann an, unterstützt von den neuen Stellvertretern Christine Lindner (Penzinghof, Oberndorf) und Wolfgang Hagsteiner (Furtherwirt, Kirchdorf). Huber bleibt Aufsichtsratschef, seine neue Stellvertreterin ist Sarah Graser. Kirchdorfs Bürgermeister Gerhard Obermüller bleibt Gemeindevertreter im zwölfköpfigen Aufsichtsrat.

Touristiker greifen tief in die Tasche

Im Rahmen der Vollversammlung des Tourismusverbandes St. Johann – Oberndorf – Kirchdorf – Erpfendorf standen nicht nur die Neuwahlen im Zentrum – Obmann Josef Grander, Aufsichtsratschef Günther Huber sowie Geschäftsführerin Martina Foidl zogen auch eine umfangreiche Jahresbilanz.

Eines der Themen, über die Josef Grander informierte, war die Panorama Badewelt: „Wir haben uns vor zehn Jahren entschieden, den harten Weg zu gehen und gemeinsam mit der Gemeinde die Badewelt auf Vordermann zu bringen“, betonte Grander. Erst kürzlich wurde ein weiterer großer Meilenstein abgeschlossen: Der komplette Saunentrakt, der nahezu 20 Jahre im Einsatz war, wurde saniert. Die Tennisanlage wurde überarbeitet, und erst vergangene Woche konnte der neue Bodenbelag in den Tennishallen fertiggestellt werden – ein hochwertiger Kunstrasenbelag, der das Spielgefühl eines Sandplatzes bietet.

Über die Bergbahn sprach Grander ebenfalls ausführlich – der Tourismusverband ist mit elf Prozent einer der größeren Eigentümer des Unternehmens. „Die Bergbahn ist seit Jahren ein Dauerbrenner. Wir haben in den vergangenen Jahren vehement auf eine Modernisierung der Anlagen gedrängt, auch wenn es nicht so schnell vorangegangen ist, wie wir uns das gewünscht hätten“, klärte Grander auf. Anfang dieses Jahres habe sich jedoch abgezeichnet, dass es mit dem Umbau des Jodlalmliftes nun ernst wird. „Die Bergbahn hat uns eingeladen, uns an der Finanzierung des Neubaus zu beteiligen. Im März haben Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig einen Grundsatzbeschluss gefasst: Wir beteiligen uns mit einem Maximalbetrag von fünf Millionen Euro an dieser dringend notwendigen Maßnahme“, informierte der Obmann. Es sei den Touristikern wichtig gewesen, „nicht nur zu fordern, sondern im entscheidenden Moment den Liftgesellschaftern zu zeigen, wie notwendig die Modernisierung ist.“ Gleichzeitig sollte dies ein Signal an die übrigen Gesellschafter sein, keine weitere Zeit zu verlieren und die Umsetzung innerhalb eines Jahres sicherzustellen.

Gemeinden haben Beschlüsse gefasst

Zu diesem Zeitpunkt war die Gesamtfinanzierung noch offen. „Mittlerweile wissen wir, dass ein wesentlicher Teil über eine Kapitalerhöhung der Gesellschafter gedeckt wird – insgesamt 8,67 Millionen Euro. Alle großen Gesellschafter, darunter die Pletzer Gruppe sowie die Gemeinden Oberndorf und St. Johann, haben ihre Teilnahme zugesagt. Auch die Touristiker haben beschlossen, die Kapitalerhöhung mitzutragen – rund 940.000 Euro. Noch ausständig sind die Kleinaktionäre, die bis 18. November Zeit haben. Voraussichtlich wird für den TVB ein weiterer Restbetrag von etwa 230.000 Euro verbleiben.

Am 11. Dezember findet in der Alten Gerberei eine außerordentliche Vollversammlung statt, in der dieser Schritt beschlossen werden muss. Sobald das Land als Aufsichtsbehörde seinen Segen gibt, kann der Betrag an die Bergbahn überwiesen werden. „Wir haben dafür eine Rücklage von 1.050.000 Euro gebildet. Wichtig ist uns, dass der Differenzbetrag aus unserer Kapitalerhöhung nicht als Zuschuss an die Bergbahn fließt, sondern innerhalb der Gesellschaft abgebildet wird. Steuerberater und Notar arbeiten bereits an der entsprechenden rechtlichen Umsetzung“, stellte Grander klar.

Geschäftsführerin Martina Foidl zog eine Bilanz über das Tourismusjahr – im Jahr 2024 waren die Zahlen leicht rückläufig, was durch Sperrzeiten bei Betrieben im Rahmen von Umbauarbeiten zu erklären ist. Der Trend zu kürzeren Aufenthalten setzte sich fort. „In Bezug auf das Tourismusjahr 24/25 sehen wir allerdings bereits ein leichtes Plus“, so Foidl. Auffallend sei, dass im Februar die Aufenthaltsdauer deutlich rückläufig war. Dies führte zu einem Nächtigungsminus im Februar 2025. Der weitere Verlauf des Jahres gestalte sich dafür sehr positiv.

„Wir haben vehement auf eine Modernisierung der Bergbahn-Anlagen gedrängt. Alle großen Gesellschafter haben sich bereiterklärt, bei der Kapitalerhöhung mitzuziehen.“

TVB-Obmann Josef Grander

Suche