Jede dritte Frau ist betroffen
Wenn manche Lokalpolitiker die Notwendigkeit dieser Einrichtung – und deren Finanzierung in Frage stellen, ist das nichts anderes als Hohn. Denn ein Gewaltverbrechen wie jenes in Graz kann jederzeit und überall passieren – auch bei uns.
Die heurigen „16 Tage gegen Gewalt“ rücken dank der Ausstellung im Krankenhaus zudem ein Thema in den Fokus, das oft übersehen wird: Gewalt im Alter. Diese tritt häufig in Nahbeziehungen auf: in Familien, Partnerschaften oder Pflegeverhältnissen. Sie ist vielgestaltig und oft unsichtbar. Umso wichtiger ist daher sachliche Aufklärung – und die Arbeit der Gewaltschutzgruppe im Krankenhaus ist gar nicht hoch genug einzuschätzen.
Gewalt endet nicht an Alters-, Familien- oder Krankenhaustüren. Sie sichtbar zu machen, hinzuschauen und Betroffene zu unterstützen, bleibt eine Aufgabe für uns alle – an jedem einzelnen Tag, nicht nur an 16.